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Investmentfonds

22'

geschätzte Lesedauer

Inhalt:

    Deutsche Anleger sind mit mehr als 1 Billion Euro in Investmentfonds investiert – sie sind also ein beliebtes und wichtiges Instrument der Geldanlage.
    Gleichzeitig eröffnet sich bei diesem Thema ein sehr breites Feld mit vielerlei „Tiefen“ in den Details, mit denen man sich als interessierter Investor im Vorfeld beschäftigen sollte.

    Was ist ein Investmentfonds?

    Der gesetzlich definierte Fachbegriff für Investmentfonds ist „Investmentvermögen“. Wie die Begriffskombination nahelegt, handelt es sich dabei um eine Summe an Kapital (= Vermögen), die für ein Investment eingesetzt (= investiert) wird.

    Im deutschen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB, § 1) ist genau geregelt, dass von einem Investmentvermögen, also einem Investmentfonds, nur dann gesprochen werden darf, wenn

    1. von mehr als einer Person
    2. Kapital eingesammelt und
    3. nach einer festgelegte Anlagestrategie
    4. zum Nutzen der Anleger investiert wird.

    Hinzu kommt:

    1. Der Fonds (= das Investmentvermögen) darf kein operativ tätiges Unternehmen außerhalb des Finanzsektors sein.

    Definition: Ein Investmentfonds ist also ein nur im Finanzsektor tätiges Unternehmen, das von (mehreren oder vielen) Investoren Geld sammelt, um dieses Kapital nach einer vorher festgelegten Strategie zum Nutzen dieser Anleger zu investieren.

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      Welche Arten von Investmentfonds gibt es?

      Je nach Strategie und damit Art der Investments kann man verschiedene Kategorien von Investmentfonds unterscheiden.

      Dieser Abschnitt widmet sich daher der strukturellen Unterscheidung dieser Kategorien jenseits des ganz konkreten Anlageziels (also z.B. Aktien oder Immobilien).

      Unterscheidung von Wertpapiere und Sachwerten

      Die grundlegendste Unterscheidung ist die zwischen Investmentvermögen, die (nahezu) ausschließlich in Wertpapiere investieren, und solchen, die diese Voraussetzung nicht erfüllen.

      „Nahezu ausschließlich“ mag merkwürdig anklingen, liegt aber in der Natur der Sache: Das Geld wird zunächst auf ein Konto eingesammelt und erst dann z.B. in verschiedene Wertpapiere investiert .

      Es ist also zunächst eben nicht in Wertpapieren angelegt, sondern verzinst sich möglicherweise auf dem Konto oder in Geldmarktinstrumenten und dergleichen.

      Gleiches gilt, wenn beispielsweise das Aktiendepot umgeschichtet wird.

      Die Verkaufserlöse gehen zunächst auf ein Konto und werden möglicherweise bis zur Reinvestition für eine gewisse Zeitspanne in Geldmarktinstrumenten angelegt.

      Der Gesetzgeber regelt genau, welche Arten von Anlagen erlaubt sind, um nach europäischem Recht die Bezeichnung Investmentvermögen führen zu dürfen

      • Wertpapiere (und genau, welche Kategorien von Wertpapieren, § 193 KAGB);
      • Geldmarktinstrumente (und genau, welche Kategorien von Geldmarktinstrumenten, § 194 KAGB);
      • Bankguthaben (und in welcher Form, § 195 KAGB);
      • Investmentanteile (und genau, welche Kategorien von Investmentanteilen unter welchen Bedingungen, § 196 KAGB)
      • Derivate (und welche und bis zu welcher Risikogrenze, § 197 KAGB)
      • sowie sonstige Anlageinstrumente (bis zu 10 % des Anlagewertes und in welche, § 198 KAGB).

      Alle Investmentvermögen, die (nahezu) ausschließlich in Wertpapiere investieren, werden Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere (= OGAW; englischer Fachbegriff: Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities/UCITS) genannt.

      Dazu gehören reine Aktienfonds ebenso wie Anleihefonds (auch Rentenfonds genannt) oder auch die allermeisten Formen von Indexfonds und ETFs.

      Rentenfonds haben ihren Namen nicht etwa daher, dass sie speziell für die Altersvorsorge gedacht sind. Stattdessen sind die dahinterstehenden Wertpapiere früher als Rentenpapiere bezeichnet worden.

      Der Begriff hat sich aus dem Französischen etabliert und meint die mit vielen Anleihen verbundenen festen Zinszahlungen während der Laufzeit.

      Die Alternativen Investments

      Alle anderen Investmentvermögen sind als Alternative Investmentvermögen oder Alternative Investmentfonds/AIF zu bezeichnen (vgl. § 1 Abs. 3 KAGB; der englische Fachbegriff Alternative Investment Fund bedient sich der gleichen Abkürzung.

      In jüngster Zeit tritt der Fachbegriff ELTIF/European Long Term Investment Fund hinzu, er bezeichnet eine speziell regulierte und definierte Unterform von AIFs).

      Auch sogenannte Dachfonds (v.a. im Bereich Private Equity zu finden) gehören zur Gruppe der AIF. Hier wird von der Ebene des Dachfonds aus in sogenannte Zielfonds investiert, die „normale“ AIF darstellen.

      Zu den OGAW gehören im strengeren Sinn auch jene Investmentfonds, die als Mischfonds bezeichnet werden, sofern die Mischung nur aus unterschiedlichen Wertpapierkategorien wie Aktien und Rentenpapieren besteht.

      Sobald aber ein Investmentvermögen zusätzlich zu Wertpapieren einen Anlageschwerpunkt außerhalb des Bereiches von Wertpapieren setzt, handelt es sich um einen Alternativen Investmentfonds. Man könnte dann von Multi-Asset-Fonds sprechen, was aber keiner eigenen gesetzlichen Definition entspricht.

      Diagramm zu OGAW und AIF

      Unterscheidung offene und geschlossene Investmentfonds

      Eine weitere grundlegende Unterscheidung, aber unter der Ebene der genannten Kategorien, ist die zwischen offenen und geschlossenen Investmentvermögen/Investmentfonds. Grundsätzlich sind alle Wertpapierfonds (OGAW) offene Fonds, da sie im Prinzip

      • unbegrenzte Mittel
      • von einer unbegrenzten Anzahl an Anlegern
      • für eine nahezu unbegrenzte Anzahl und Auswahl an Wertpapieren einsammeln können (bis das Volumen erreicht ist).
      • für ein oder mehrere bestimmte Investmentobjekte ein.

      Viele Sachwertfonds (AIF) gehören zur Kategorie geschlossener Fonds, da sie in bestimmte Objekte wie eine Wohnimmobilie, ein Schiff, ein Flugzeug oder eine Infrastrukturanlage investieren. Bei manchen Sachwertfonds insbesondere im Bereich Immobilien handelt es sich jedoch um offene Fonds, da sie stets nach weiteren Investoren und weiteren Anlageobjekten suchen.

      Diagramm zu offenen und geschlossenen Fonds

      Unterscheidung Spezialfonds und Publikumsfonds

      Während offen und geschlossen die Art der Fondskonzeption definiert, gibt es eine weitere Unterscheidung nach der Art der Investoren, für die ein Fonds investierbar ist. Auf Anlegerseite wird unterschieden zwischen

      • professionellen Investoren,
      • semiprofessionellen Investoren
      • und Privatanlegern.

      Die Qualifikation zum professionellen und semiprofessionellen Investor wird im KAGB genau festgelegt.

      Sie zeichnen sich sowohl durch ihre Marktkenntnisse als auch durch Umfang und Volumen ihrer Investitionstätigkeit aus.

      Nur für diese beiden Investorenarten sind Spezialfonds zugänglich, sogenannte Publikumsfonds hingegen stehen auch Privatanlegern offen (vgl. § 1 Abs. 6 KAGB i.V.m. § 1 Abs. 19, Punkte 31-33 KAGB).

      Mit dieser Einteilung ist vor allem ein unterschiedliches Maß an gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Anleger gegeben.

      Das macht Spezialfonds in der Gebührenstruktur meist deutlich günstiger, umfasst dann aber auch wesentlich geringere Vorgaben zur Absicherung.

      Spezialfonds sind erst ab 200.000 Euro investierbar, Publikumsfonds hingegen haben kein gesetzlich geregeltes Mindestvolumen, sind in der Regel aber erst an 5.000 EUR verfügbar.

      Private Anleger können sich für bestimmte Produkte bzw. Produktkategorien als semiprofessionelle Anleger einstufen lassen. So wird auch ihnen der Bereich der Spezial-AIF zugänglich.

      Diagramm zu Spezial- und Publikums-Fonds
      Ein Immobilienmakler könnte z.B. sehr leicht für den Bereich der Immobilienfonds als semiprofessionell eingestuft werden. Die Einstufung hat allerdings weniger mit beruflichen (Vor-) Kenntnissen zu tun als generell mit Sachverstand, Erfahrungen und Kenntnissen in Bezug auf das beabsichtigte Investitionsobjekt (vgl. § 1 Abs. 19 Punkt 33 KAGB).

      Unterscheidung aktiv gemanagt – passiv gemanagt

      Bei allen Fonds kann außerdem grundsätzlich unterschieden werden, ob das Anlageportfolio aktiv (d.h. letztlich durch menschliche Entscheidungen) oder passiv (computergesteuert bzw. bestimmte Indizes abbildend: Indexfonds und ETFs) gestaltet wird.

      Aktives Management versucht, die durchschnittliche Marktentwicklung durch bewusste Selektion zu „schlagen“ (also zu überbieten oder zu überperformen), passives Management kann naturgemäß nur den Durchschnitt wiedergeben, weil es nur eine bestimmte Marktentwicklung nachzeichnet.

      Ein aktiv gemanagter Fonds birgt also die Chance auf erhöhte Rendite (genauso wie die Gefahr von „underperformance“, wenn der Fondsmanager den Markt eben nicht schlägt, sondern sogar hinter dessen Entwicklung zurückbleibt), ist aber normalerweise auch mit deutlich höheren Gebühren versehen.

      Demgegenüber sind passiv gemanagte Fonds chancen- und risikoärmer bei gleichzeitig niedrigeren Gebühren.

      Unterscheidung risikogemischt – nicht risikogemischt (nur bei geschlossenen Publikumsfonds)

      Eine weitere Unterscheidung, wieder unterhalb der bereits genannten Ebenen, betrifft die Risikomischung geschlossener Publikumsfonds.

      Im Wesentlichen geht es dabei darum, dass ein geschlossener Publikumsfonds in unterschiedliche Vermögensgegenstände mit unterschiedlichen Einkommensarten bzw. Ausfallwahrscheinlichkeiten investieren muss (vgl. § 262 KAGB).

      Diagramm zur Risikomischung

      Gewährleistet ein Fonds diese Voraussetzungen nicht, können seine Anteile erst ab 20.000 Euro erworben werden.

      Mit dieser Anhebung der Mindestinvestitionssumme versucht der Gesetzgeber sicherzustellen, dass Anleger sich eingehender mit dem Fonds beschäftigen und sich deswegen des erhöhten Risikos bewusst sind.

      Bei Immobilienfonds beispielsweise wird von Risikomischung gesprochen, sobald sich entweder mindestens drei Häuser/Gebäude im Portfolio befinden oder die Immobilie(n) über unterschiedliche Nutzungsarten/Mieter und damit Einnahmequellen verfügen.

      Vorteile von Investmentfonds

      Ganz grundsätzlich verteilen Investmentvermögen das Risiko eines Investments auf viele Schultern, namentlich die Investoren, die ihr Kapital als Geldanlage in den Fonds investieren.

      Für den einzelnen Investor ist das weder ein Vor- noch ein Nachteil, aber es schafft die Grundvoraussetzung dafür, dass insbesondere im Bereich der Sachwertanlagen bestimmte Projekte überhaupt realisierbar sind.

      Nur durch die Akkumulation von enormen Summen kann z.B. die Breite und Tiefe der infrastrukturellen Erfordernisse der Wirtschaft oder die ein oder andere Hochhausimmobilie in Innenstadtlage finanziert werden.

      Insofern bieten viele Fondsarten im Bereich der AIF den Vorteil, bestimmte Anlageobjekte überhaupt einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

      Weitere Vorteile von Investmentfonds sind:

      Breite Risikostreuung (Diversifikation)

      Investmentfonds investieren nicht in ein einzelnes Wertpapier (OGAW) oder Objekt (AIF), sondern verteilen das Fondsvermögen in aller Regel auf mehrere Anlageziele, bei OGAW auf Dutzende und manchmal sogar Hunderte von verschiedenen Anlagen (Wertpapiere).

      Diese Streuung kann je nach Fonds auch über Branchen, Länder, Währungen und Anlageklassen hinweg erfolgen. Das reduziert das Risiko erheblich, denn selbst wenn einzelne Anlagen an Wert verlieren, können andere diesen Verlust auffangen.

      Besonders für Kleinanleger ist diese Art der Risikostreuung in Eigenregie kaum realisierbar.

      Professionelles Fondsmanagement

      Hinter aktiv gemanagten Fonds stehen erfahrene Experten, die Märkte, Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen laufend analysieren.

      Sie reagieren flexibel auf Veränderungen und können gezielt Chancen nutzen oder Risiken reduzieren.

      Für Anleger, die keine Zeit oder kein Wissen haben, um sich aktiv um ihre Geldanlage zu kümmern, ist das ein zentraler Vorteil. Auch viele passiv gemanagte Fonds wie ETFs folgen klar definierten Strategien, die von Fachleuten entwickelt wurden.

      Verfügbarkeit und hohe Transparenz

      Wertpapierfonds (OGAW) mit Aktien oder/und Anleihen können bequem über Banken, Direktbanken oder Online-Broker gekauft und verkauft werden.

      Die Wertentwicklung wird täglich veröffentlicht, ebenso wie Informationen zur Zusammensetzung des Fonds.

      Zudem unterliegen Fonds einer strengen Regulierung, etwa durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland. Das schafft Sicherheit und Vertrauen.

      Auch und insbesondere für AIF (Sachwertfonds) gelten strenge Vorgaben.

      Damit sollen die Anlagestrategie, die Wertentwicklung der einzelnen Objekte (beispielsweise bei Immobilienfonds) und die finanzielle Situation der Fondsgesellschaft für den einzelnen Anleger transparent und nachvollziehbar werden.

      Große Auswahl für unterschiedliche Anlegertypen

      Egal ob sicherheitsorientiert oder risikofreudig: Es gibt passende Fonds für fast jedes Anlegerprofil.

      Rentenfonds etwa setzen auf Anleihen und gelten als vergleichsweise stabil, während Aktienfonds höhere Renditechancen bei größerer Volatilität bieten.

      Mischfonds aus Rentenpapieren und Aktien kombinieren Sicherheitsaspekte mit Renditezielen, Multi-Asset-Fonds beinhalten verschiedene Anlageklassen samt deren spezifischen Profilen, nachhaltige Fonds orientieren sich an ökologischen, sozialen und/oder ethischen Kriterien.

      Diese Vielfalt macht die Welt der Fonds besonders bunt und flexibel.

      Langfristiger Vermögensaufbau und Wiederanlageeffekte

      Viele Fonds aus dem Bereich der Wertpapiere (OGAW) ermöglichen die automatische Wiederanlage von Erträgen, wodurch sich der sogenannte Zinseszinseffekt entfalten kann.

      Bei regelmäßigen Sparplänen – etwa im Rahmen eines monatlichen Fondssparplans oder mit Rentenfonds – können Anleger hier schon mit kleinen Beträgen langfristig Kapital aufbauen. Gerade bei langer Laufzeit kann so ein beträchtliches Vermögen entstehen.

      Auch bei vielen AIF mit ihrer vergleichsweise langen Laufzeit steht die langfristige Perspektive des Vermögensaufbaus im Vordergrund. Häufig sind z.B. Immobilienfonds mit laufenden Ausschüttungen verbunden, werfen also immer wieder ein Art Zinsen ab.

      Liquidität und tägliche Verfügbarkeit oder Inflationsschutz?

      Die meisten offenen Fonds (vor allem aus dem Bereich der Wertpapierfonds/OGAW) können börsentäglich verkauft werden.

      Das bedeutet, Anleger kommen in der Regel schnell wieder an ihr Geld, was im Vergleich zu vielen anderen langfristigen Anlageformen – etwa Infrastrukturanlagen – einen großen Vorteil darstellen kann, wenn kurzfristiger Liquiditätsbedarf entsteht.

      Das Gegenüber, die Sachwertfonds/AIF, wartet zwar mit festen Laufzeiten auf (z.T. bis zu 15 Jahre), bietet aber anders als Wertpapiere zugleich einen Inflationsschutz und kann dadurch insbesondere für langfristige finanzielle Ziele attraktive Möglichkeiten bieten.

      Nachteile von Investmentfonds

      Kein Vorteil ohne Kehrseite. Auch die Nachteile sollte man daher beachten, wenn man sein Geld in Fonds anlegen möchte. Sie sind im Folgenden aufgeführt:

      Kosten und Gebührenstrukturen

      Ein zentraler Kritikpunkt bei klassischen Investmentfonds sind die teils hohen Kosten – professionelles Management (der Pluspunkt) kostet eben auch Geld.

      Dazu zählen Verwaltungsgebühren (meist 1–2 % jährlich), Ausgabeaufschläge beim Kauf von Sachwertfonds (bis zu 5 %) sowie ggf. erfolgsabhängige Gebühren.

      Diese Kosten werden direkt vom Fondsvermögen abgezogen und können die Rendite stark mindern – insbesondere bei kürzeren Anlagezeiträumen.

      Zwar gibt es vor allem bei passiv gemanagten Fonds kostengünstigere Alternativen wie ETFs, doch auch hier können Handelskosten oder Gebühren für das Depot anfallen.

      Keine Garantie auf Kapitalerhalt oder Rendite

      Anders als bei Sparbüchern oder Tagesgeld gibt es bei Investmentfonds keine gesetzliche Einlagensicherung. Fonds unterliegen dem Risiko der Kapitalmärkte bzw. der jeweiligen Anlageobjekte, was bedeutet, dass Verluste jederzeit möglich sind – auch bei eigentlich „sicheren“ Fonds.

      Selbst bei breiter Streuung kann eine schlechte Marktlage, ein wirtschaftlicher Abschwung oder politische Unsicherheiten zu erheblichen Kursschwankungen (oder z.B. einer Abwertung von Immobilien und dergleichen) führen.

      Das kann dadurch den Wert verschiedener Fondsarten massiv beeinträchtigen oder eine Insolvenz (und damit zum Totalverlust für den Anleger) zur Folge haben.

      Allerdings ist das Kapital in einem Investmentfonds Sondervermögen (s.u. „Wie genau funktioniert ein Investmentfonds?“)

      Komplexität der Auswahl

      Die Vielzahl an Fonds – allein in Deutschland sind mehrere Tausend zugelassen – kann überfordernd wirken. Unterschiede bestehen nicht nur in den Anlageobjekten (Wertpapier- vs. Sachwertfonds) und der Anlagestrategie, sondern auch in Kostenstruktur, Risikoniveau, Fondswährung oder steuerlicher Behandlung.

      Ohne fachliche Beratung oder gründliche Recherche kann die Fondswahl schnell zum Risiko werden.

      Eingeschränkter Einfluss und Intransparenz im Detail

      Bei aktiv gemanagten Wertpapierfonds entscheiden ausschließlich die Fondsmanager über die Zusammensetzung. Auch bei den meisten Sachwertfonds/AIF hat man als Anleger keine Mitsprachemöglichkeiten.

      Selbst bei regelmäßig veröffentlichten Informationen bleibt für Laien oft unklar, warum bestimmte Aktien, Anleihen bzw. Objekte gekauft oder verkauft wurden und zu welchem Preis.

      Wer gezielt in bestimmte Unternehmen oder Sektoren investieren möchte, kann mit Direktinvestments (in einzelne Wertpapiere oder Unternehmen) oft besser beraten sein.

      Steuerliche Herausforderungen

      Trotz vereinfachter Regelungen durch das Investmentsteuerreformgesetz 2018 bleibt die Besteuerung von Fonds komplex.

      Ausschüttungen und Kursgewinne sind steuerpflichtig, auch bei Thesaurierung können Steuern fällig werden (sogenannte Vorabpauschale).

      Bei internationalen Fonds oder ausländischen Brokern kann die steuerliche Abwicklung zusätzlichen Aufwand verursachen.

      Psychologische Risiken und falsche Erwartungen

      Viele Anleger unterschätzen das Risiko oder investieren emotional – etwa, weil ein Fonds in der Vergangenheit gut lief.

      Wer bei ersten Verlusten panisch verkauft, realisiert Verluste, statt von langfristigen Erholungschancen zu profitieren. Auch das „Hinterherlaufen“ kurzfristiger Trends kann zu Fehlentscheidungen führen.

      Das Feld der Investmentfonds ist sehr breit und weist zudem in vielen Segmenten eine erstaunliche Tiefe auf.

      Es ist daher immer ratsam, sich bei Interesse an einer solchen Geldanlage eingehender und professioneller Beratung zu versichern.

      Die dafür entstehenden Kosten sind vergleichsweise niedrig, wenn dadurch die Wahl auf ein Investment fällt, das dem Anlegerprofil entspricht und den Investor ruhig schlafen lässt.

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        Wie kann man verschiedene Investmentfonds miteinander vergleichen?

        Klassischerweise verbinden sich mit einem Investment drei Dimensionen, nämlich:

        • Laufzeit, oder auch Liquidität bzw. Kapitalbindung,
        • Risiko, oder auch Sicherheit,
        • Rendite, oder auch Ertrag.

        Diese Dimensionen stehen miteinander in unterschiedlichen Korrelationen, was durch das Anlagedreieck zum Ausdruck gebracht werden kann:

        Kapitalanlage - SIcherheit - Rentabilität - Liquidität erklärt

        Auf der Hand liegt für die meisten Investoren, dass hohe Rendite mit hohem Risiko einhergeht. Ein Rentenfonds ist daher etwas ganz anderes als ein Aktienfonds, obwohl es sich bei beiden um Wertpapierfonds handelt.

        Aber auch eingeschränkte Liquidität bzw. Laufzeit kann Auswirkungen auf die Rendite haben, da z.B. Anbieter von AIFs den Verlust an Liquidität ihrer Kunden mit höheren Gewinnprognosen oder mit entsprechenden laufenden Zinszahlungen (z.B. Ausschüttungen aus den Mieteinnahmen eines Immobilienfonds) zu kompensieren suchen.

        Nachhaltigkeit als 4. Dimension

        In jüngerer Zeit ist für viele Anleger als vierte Dimension die Nachhaltigkeit hinzugetreten. Man könnte mittlerweile also auch von einem Anlageviereck sprechen.

        Die wichtigsten Grundfragen für den Anleger sind also:

        • Wie viel Rendite will ich in welchem Zeitraum erzielen?
        • Wie viel Risiko bin ich bereit, dafür einzugehen?
        • Wie lange und wie stark darf meine Liquidität beeinträchtigt sein? Wann brauche ich das angelegte Geld wieder und wofür?
        • Wie „ethisch sauber“ wünsche ich mir meine Geldanlage, und welche Abstriche in den anderen Dimensionen (insbesondere Rendite und/oder Sicherheit) bin ich bereit dafür in Kauf zu nehmen?

        Gesetzliche Informationspflicht – Die Basisinformationsblätter

        Aber auch wenn diese Fragen grundsätzlich geklärt sind, lassen sich Fonds nicht immer einfach miteinander vergleichen. Daher schreibt der Gesetzgeber bestimmte standardisierte Informationen vor, die eine Vergleichbarkeit ermöglichen bzw. erleichtern sollen.

        Für den Bereich der Publikums-AIF sind dies die europaweit normierten Basisinformationsblätter. Sie helfen zu einer ersten Orientierung im Bereich Risiko und Rendite.

        Als jahrzehntelange Experten im Bereich der geschlossenen Fonds sind wir allerdings der Meinung, dass hier zu viele Kategorisierungen und Vorentscheidungen vorgenommen wurden, die ein echtes Verstehen des Risikos und eine realistische Renditeprognose eher verzerren als ermöglichen.

        Jeder Sachwert (also jedes einzelne Objekt eines Fonds) hat sein sehr spezifisches Risiko-Rendite-Profil und verdient eine intensive Auseinandersetzung mit den individuellen Gegebenheiten.

        Ohnehin ist für den Erwerb von Anteilen bestimmter Fonds eine eingehende Beratung mit entsprechendem Protokoll rechtlich vorgeschrieben. Für die Beteiligung an einem Spezial-AIF muss der Anleger sogar als semiprofessionell eingestuft werden.

        Zusammenfassend kann man sagen: Wer verschiedene Fondsarten und verschiedene Einzelfonds miteinander vergleichen will, sollte nicht nur auf die historische Performance (und damit die Renditeprognose) achten.

        Er sollte im besten Fall sein eigenes Anlegerprofil samt Risikobereitschaft und Nachhaltigkeitswunsch sowie seine zukünftige Liquiditätsplanung und die Anlageziele klar vor Augen haben, um die für ihn richtige Wahl treffen zu können.

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          Wie genau funktioniert ein Investmentfonds?

          kvg-system

          Wie aus dem Bild unmittelbar hervorgeht, steht hinter jedem Investmentfonds letztlich eine komplizierte Konstruktion aus verschiedenen Instanzen.

          Der Fonds selbst kann als das Produkt bezeichnet werden, das an Investoren verkauft wird.

          Hinter ihm steht eine Investmentgesellschaft, die den Fonds initiiert (= ins Leben ruft).

          Für die Mittelverwaltung (also die Verwaltung des Kapitals der Investoren) bedarf jeder Fonds einer Kapitalverwaltungsgesellschaft/KVG. (Vor dem Erlass des Kapitalanlagegesetzbuches im Jahr 2013 sprach man gleichbedeutend von Kapitalanlagegesellschaft/KAG).

          Sie wird von der Investmentgesellschaft entweder extern beauftragt (man spricht dann auch von Service-KVG) oder als interne Kapitalverwaltungsgesellschaft geführt.

          Die KVG – das handelnde Subjekt in der Verwaltung des Fonds

          Ihr obliegt:

          • Das Portfoliomanagement;
          • Das Asset Management;
          • Das Liquiditätsmanagement;
          • Das Risikomanagement;
          • Die Anlegerbetreuung und -Verwaltung.

          Der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen/BaFin gegenüber ist die KVG berichtspflichtig und untersteht ihrer Kontrolle.

          Darüber hinaus muss jeder Fonds bzw. jede KVG für jeden Fonds eine Verwahrstelle einrichten. Die Verwahrstelle ist die externe Kontrollinstanz für das Investmentvermögen und überwacht vor allem die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für die verschiedenen Fonds.

          Investorenkapital=Sondervermögen

          Das Kapital, das von den Investoren in den Fonds einbezahlt wird, gilt rechtlich als Sondervermögen und darf nicht mit irgendeinem anderen Kapital (der Investmentgesellschaft) vermischt werden.

          Es dient im Falle finanzieller Schwierigkeiten der Investmentgesellschaft als Eigentum der Investoren und steht für eine mögliche Insolvenz als Insolvenzmasse erstrangig den Gläubigern des Fonds (nicht der Fondsgesellschaft), dann aber den Investoren zu.

          Bei Kapitalverwaltungsgesellschaften kann man zwischen erlaubnispflichtigen und (lediglich) registrierungspflichtigen KVGen unterscheiden.

          Nur registrierungspflichtig sind solche KVGen, die lediglich „kleine“ Fonds und nur für einen speziellen Kundenkreis (keine Publikums-AIF) verwalten.

          Der Fonds im realen Wirtschaftsleben

          Wie funktioniert also ein Fonds im Alltag?

          Eine Investmentgesellschaft überlegt sich die Konzeption eines Fonds. Die entsprechenden Unterlagen werden bei der BaFin eingereicht und (nicht notwendigerweise, aber im besten Fall) bestätigt.

          Daraufhin (oder auch schon zuvor) gründet oder beauftragt die Investmentgesellschaft eine KVG und geht in den Vertrieb das Fonds. Jeder dafür gewonnene Investor tritt nun mit der KVG in Kontakt. An sie gehen die Zahlungen für die erworbenen Fondsanteile.

          Diese Abläufe gehören zur sogenannten Platzierungsphase: Der Fonds wird auf dem Markt platziert. Die KVG setzt die eingeworbenen Mittel entsprechend der Fondskonzeption ein.

          Damit beginnt die Bewirtschaftungsphase. Gemäß Fondsprospekt werden Wirtschaftsgüter (Wertpapiere wie Aktien und/oder Sachwerte wie Immobilien) gekauft und verkauft bzw. vermietet, um das Kapital der Anleger zu vermehren.

          Bevor die KVG Zahlungen tätigen kann, werden diese von der Verwahrstelle überprüft und genehmigt.

          Hat der Fonds eine feste Laufzeit, werden am Ende die Rückzahlungen an die Investoren wieder über die KVG abgewickelt (= Liquidationsphase) und von der Verwahrstelle überprüft.

          Entstehen während des Investments Fragen, gibt es Veränderungen oder Probleme, ist die KVG der Ansprechpartner für die Investoren.

          Die komplizierte rechtliche und faktische Konstruktion eines Fonds soll den höchstmöglichen Anlegerschutz sicherstellen, vor allem im Bereich der Privatanleger.

          Viele Schutzbestimmungen gelten nicht oder in abgeschwächter Form, sobald man in den Bereich von Fonds für semiprofessionelle und professionelle Investoren vordringt.

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