Dividenden
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Warum ein Beitrag zum Thema Dividenden?
Im Jahr 2023 haben allein die 40 DAX-Unternehmen rund 55 Milliarden Euro Dividenden an ihre Aktionäre ausgeschüttet – Dividenden sind also offensichtlich eine wichtige Form der Gewinnbeteiligung und damit für Investoren eine interessante Form der Einkommensgenerierung.
Aber Dividenden sind nicht nur eine direkte Einkommensquelle, sondern bieten Anlegern(=Investoren) auch einen Einblick in die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens.
In einer Zeit volatiler Märkte und Zinsen stellen Dividenden eine attraktive Möglichkeit dar, stabile Erträge zu erzielen.
Der Blick auf Dividenden kann helfen, ein gut diversifiziertes Portfolio zu erstellen und sich damit gleichzeitig einen Schutz vor Marktschwankungen aufzubauen.
Der folgende Beitrag dazu zeigt auf wie Dividenden berechnet werden, welche Unternehmen langfristig stabile Ausschüttungen liefern und wie Investoren Dividendenstrategien optimal nutzen können.
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Grundlagen der Dividende und Dividendenaktien
Der Begriff Dividende stammt aus dem Lateinischen „dividendum“, was „das zu Teilende“ bedeutet. Ursprünglich bezieht sich das auf den Gewinn, der unter den Anteilseignern aufgeteilt wird.
Der Ausdruck verdeutlicht die Kernidee der Dividende: Aktionäre erhalten je nach Anzahl der Aktien (und damit Anteilen am Unternehmen) einen Anteil am erwirtschafteten Gewinn eines Unternehmens, der unter ihnen verteilt wird.
Diese Wortherkunft spiegelt die zentrale Funktion der Dividende wider – nämlich den Gewinnanteil, der regelmäßig an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Die Dividende wird normalerweise jährlich auf der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft beschlossen (vgl. Aktiengesetz/AktG § 174, Abs. 2, Punkt 2).
Im Gesetz ist die Rede vom „auszuschüttenden Betrag oder Sachwert“, wofür sich der Name „Dividende“ etabliert hat.
Unternehmen mit stabilen Dividenden gelten oft als solide und langfristig profitabel, was sie besonders für risikoscheue Anleger interessant macht. Der Dividendenertrag hängt dabei von der Dividendenrendite ab, die das Verhältnis zwischen der gezahlten Dividende und dem aktuellen Aktienkurs angibt.
Hohe Dividendenrenditen können auf eine gute Ertragskraft hinweisen, jedoch sind sie stets im Gesamtkontext der Unternehmensentwicklung zu betrachten.
Ein wichtiger Aspekt ist auch der sogenannte Dividendenrhythmus. Er gibt Auskunft über die Regelmäßigkeit der Dividendenzahlung. In Deutschland ist – mit inzwischen einigen Ausnahmen – eine Zahlung einmal pro Jahr üblich. In anderen Ländern, z.B. den USA, finden quartalsweise Ausschüttungen statt.
Dividendenaktien bieten eine gewisse Sicherheit in volatilen Märkten, da Investoren regelmäßig an den Unternehmensgewinnen partizipieren können.
Dies gilt nicht nur für große Aktiengesellschaften in Deutschland, sondern weltweit.
Investoren, die auf langfristigen Wertzuwachs und ein regelmäßiges Einkommen setzen, finden in Dividendenaktien eine wertvolle Ergänzung für ihr Portfolio.
Exkurs: Zentrale Begriffe
Eine Aktie ist ein Anteil an einer Aktiengesellschaft, der dem Inhaber bestimmte Rechte verleiht. Dazu gehört ganz wesentlich das Stimmrecht auf der Hauptversammlung und das Recht auf Dividenden, also eine Beteiligung am Unternehmensgewinn.
Der Wert einer Aktie hängt vom Marktwert des Unternehmens ab und kann schwanken. Die Aktien der meisten Unternehmen werden an der Börse gehandelt, wobei dort der Kurs von Angebot und Nachfrage bestimmt wird.
Die Ausschüttung beschreibt die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre. Sie erfolgt in der Regel nach der Hauptversammlung und hängt von der Geschäftsentwicklung ab.
Unternehmen entscheiden selbst, wie viel ihres Gewinns sie ausschütten oder einbehalten, um beispielsweise zukünftige Investitionen zu finanzieren.
Die Höhe und Regelmäßigkeit der Ausschüttung kann dabei ein Signal für die finanzielle Stabilität sein.
Die Hauptversammlung ist das zentrale Organ der Mitbestimmung für Aktionäre einer Aktiengesellschaft (vgl. AktG §§ 118 ff.). Sie findet normalerweise einmal jährlich statt und ermöglicht es den Aktionären, über wesentliche Unternehmensentscheidungen abzustimmen.
Dazu zählen die Festlegung der Dividendenhöhe, die Entlastung des Vorstands und die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern.
Jede (normale) Aktie gewährt ihrem Inhaber eine Stimme auf der Hauptversammlung, was bedeutet, dass Großaktionäre einen stärkeren Einfluss auf die Entscheidungen haben.
Unternehmen bzw. Aktien, die seit vielen Jahren mit hohen Dividendenzahlungen aufwarten und ihre Dividende und/oder Dividendenrendite beständig steigern, nennt man auch Dividendenaristokraten.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass auf die Einkünfte aus Dividenden die Kapitalertragsteuer anfällt, dass also 25 % der Einkünfte jenseits des Freibetrags (Alleinstehende derzeit 1.000 Euro, Ehepaare 2.000 Euro, 11/2024) zu versteuern sind.
Hinzu kommen Solidaritätszuschlag (5,5 %) und ggfs. Kirchensteuer.
Dividendenrenditen und ihre Berechnung
Die Dividendenrenditen sind ein zentrales Kriterium für Investoren, die an regelmäßigen Erträgen interessiert sind. Sie geben das Verhältnis der jährlichen Dividende zum aktuellen Kurs an und werden in Prozent ausgedrückt.
Diese Kennzahl hilft dabei, den Ertrag einer Aktie unabhängig von ihrem Marktwert zu bewerten und macht verschiedene Aktien vergleichbar.
Der Gegenpart ist die Aktienrendite, aus welcher sich die Gesamtperformance einer Aktie über einen bestimmten Zeitraum ablesen lässt.
Berechnung der Dividendenrendite
Die Berechnung der Dividendenrendite erfolgt nach folgender Formel:
Dividendenrendite = (Dividende je Aktie/Aktienkurs) × 100
Ein Beispiel
Zahlt ein Unternehmen eine Dividende von 5 Euro je Aktie und der aktuelle Kurs beträgt 100 Euro, ergibt sich eine Dividendenrendite von 5 %.
Höhere Dividendenrenditen deuten auf eine attraktive Ausschüttung hin, sollten aber nicht isoliert betrachtet werden. Ein hoher Wert kann auch darauf hinweisen, dass der Kurs der Aktie stark gefallen ist, was auf finanzielle Schwierigkeiten des Unternehmens hindeuten könnte.
Relevanz für Anleger
Attraktive Dividendenrenditen können eine stetige Einkommensquelle bieten, insbesondere für Investoren, die auf regelmäßige Erträge setzen.
Gleichzeitig ist es wichtig, die langfristige Stabilität der Dividende zu bewerten. Konzerne, die nachhaltig Dividenden ausschütten, gelten als solide und bieten oft eine gewisse Sicherheit in turbulenten Marktphasen.
Ein wichtiges Argument für den Blick auf die Dividendenrenditen ist der Vergleich mit anderen Anlageklassen.
Die Verzinsung 10-jähriger Staatsanleihen bester Bonität (eine sogenannte Null-Risiko-Anlage) sind ein solcher Referenzpunkt.
Sie liegt beispielsweise bei deutschen Staatsanleihen momentan deutlich unter dem Niveau der durchschnittlichen Dividendenrendite der DAX-Konzerne.
Einflussfaktoren auf die Dividendenrendite
Verschiedene Faktoren sind wesentlich für die Höhe und die Entwicklung der Dividendenrendite. Auf viele davon hat das einzelne Unternehmen allerdings keinen Einfluss.
Ausschüttungspolitik: Manche Konzerne verfolgen eine aggressive Ausschüttungspolitik und schütten einen hohen Anteil ihres Gewinns aus, während andere einen Teil einbehalten, um zu reinvestieren.
Marktschwankungen: Ein fallender Kurs kann die Dividendenrendite kurzfristig ansteigen lassen, was jedoch nicht immer positiv ist, da es auf wirtschaftliche Probleme hinweisen kann.
Branche und Größe: Etablierte Konzerne in stabilen Branchen (z.B. Versorger oder Konsumgüter) haben häufig eine höhere Dividendenrendite als Wachstumsunternehmen, die ihre Gewinne eher reinvestieren.
Die Dividendenrendite ist geeignet, dem Investor jenseits der Kursentwicklung (oder auch zusätzlich dazu) von Aktien Einkommen bzw. Vermögenszuwachs zu generieren – ein Aspekt, der von nicht-sachkundigen Investoren oft außer Acht gelassen wird in ihren Anlageentscheidungen.
Wer in Aktien investiert, sollte neben den möglichen Kursentwicklungen auch immer die (mögliche oder bisherige) Dividende der Wertpapiere im Blick haben.
Aktiengesellschaften und Hauptversammlungen
Deutsche Aktiengesellschaften (AGs) sind Unternehmen, deren Kapital in Aktien aufgeteilt ist. Aktionäre, die Anteile dieser Aktien besitzen, sind Miteigentümer des Unternehmens und haben Mitspracherechte (Ausnahme: Vorzugsaktien), besonders auf den Hauptversammlungen.
Festlegung der Dividende auf der Hauptversammlung
Diese Versammlung findet in der Regel einmal jährlich statt und ist das zentrale Organ, bei dem Aktionäre über wichtige Unternehmensentscheidungen abstimmen.
Dazu gehört unter anderem die Festlegung der Dividende, also des Gewinnanteils, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Kuriosum Naturaldividende
Nicht selten ist die Verköstigung auf der Hauptversammlung bereits ein Teil der Dividendenausschüttung. Die Kosten dafür werden von der Geldzahlung der Dividende abgezogen und sind damit eine sogenannte Naturaldividende.
Eine solche Naturaldividende kann auch in der Vergabe von Aktien einer Tochtergesellschaft des Unternehmens/Konzerns bestehen oder, wie z.B. im prominenten Falle der Firma Lindt & Sprüngli, in tatsächlichen Naturalien wie hier in einem kiloschweren Schokoladenpaket für jeden Aktionär.
Vorstandsentlastung und Neuwahlen
Auf der Hauptversammlung werden außerdem Themen wie die Entlastung des Vorstands und die Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder behandelt.
Jeder Aktionär besitzt – mit Ausnahmen derjenigen, die nur Inhaber von Vorzugsaktien sind – und zwar abhängig von der Anzahl seiner Aktien, ein Stimmrecht.
Große institutionelle Investoren, die oft hohe Anteile halten, haben daher einen stärkeren Einfluss auf anstehende Entscheidungen.
Neben Entscheidungen zur Dividende sind die Hauptversammlungen auch der Ort, an dem Informationen zur strategischen Ausrichtung vorgestellt werden.
Aktionäre können hier Fragen stellen und Anträge einreichen.
Für Investoren sind die Hauptversammlungen wichtig, um Einblicke in die Unternehmensführung zu erhalten und Entscheidungen über die künftige Ertragsverwendung, wie Dividendenzahlungen oder Reinvestitionen, zu beeinflussen.
Das Treffen ist ein entscheidender Moment für Dividendenaktien, da hier festgelegt wird, wie viel vom erwirtschafteten Gewinn ausgeschüttet wird und wie der Konzern zukünftig mit seinen Gewinnen umgehen wird.
Eine regelmäßige und gut organisierte Hauptversammlung zeigt die Transparenz und Stabilität eines Konzerns, was ein wichtiger Faktor bei der Auswahl von Dividendenaktien ist.
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Dividendenstrategien: Regelmäßiges Einkommen durch Aktien
Dividendenstrategien sind für Anleger von zentraler Bedeutung, die auf ein stabiles, passives Einkommen setzen.
Solche Strategien konzentrieren sich darauf, dividendenstarke Aktien gezielt zu kaufen und in das Portfolio zu integrieren, um kontinuierliche Erträge zu generieren.
Dabei spielen nicht nur die Höhe der Dividenden eine Rolle, sondern auch die langfristige Dividendenkontinuität und das Wachstumspotenzial.
Buy and Hold oder Buy and Sell?
Die Strategie Buy and Hold richtet sich an Investoren, die langfristig in dividendenstarke Aktien investieren, um von deren Ausschüttungen und Kurssteigerungen zu profitieren.
Konzerne wie Siemens oder Allianz gelten als stabile Kandidaten für eine solche Strategie, da sie regelmäßig Dividenden ausschütten und über eine starke Marktposition verfügen.
Die Aktien werden über viele Jahre im Depot gehalten, und die Erträge aus den Dividenden können reinvestiert werden, um das Wachstum zu beschleunigen.
Bei der Strategie Buy and Sell, einer gezielten Dividendenstrategie, wird gezielt in Unternehmen investiert, bei denen in nächster Zeit die Hauptversammlung und damit die Dividendenauszahlung ansteht.
Die Aktien werden nur relativ kurzfristig gehalten und kurze Zeit nach der Dividendenzahlung wieder abgestoßen. Diese Strategie erfordert große Aufmerksamkeit und hohen Zeiteinsatz, weshalb sie sich eher für Börsenprofis eignet.
Die genannten Strategien können mittlerweile auch mithilfe spezieller Angebote verfolgt werden, die auf interessierte Dividendenanleger angelegt sind.
So gibt es aktiv gemanagte Aktienfonds, die mit einem Fokus auf Dividendenaktien werben und ihn in der Anlagepolitik umzusetzen suchen, oder auch eigens erstellte Dividenden-ETFs, oder auch den DivDAX, der nur die 15 dividendenstärksten Aktien des DAX enthält.
Die Buy-and-Sell-Strategie findet Unterstützung durch einen eigens entwickelten und im Internet veröffentlichten Kalender, der die Daten wichtiger Hauptversammlungen und Ausschüttungstermine darbietet.
Vorteile jeder Dividendenstrategie
- Regelmäßige und stabile Einnahmen, die unabhängig von der Kursentwicklung der Aktien fließen.
- Möglichkeit der Wiederanlage der Dividenden, um das Portfolio weiter zu vergrößern.
- Dividendenstarke Aktien tendieren dazu, in Krisenzeiten weniger volatil zu sein, da sie sich durch regelmäßige Ausschüttungen stabilisieren können.
Herausforderungen
- Dividenden können bei schwächerer Geschäftsentwicklung gekürzt oder gestrichen werden, was zu einem Verlust der regelmäßigen Erträge führen kann.
- Beim „Buy and Sell“ besteht die Gefahr, dass die Kurse nach der Dividendenzahlung absacken und der Einkaufskurs um mehr als die Dividendenzahlung unterschritten wird. Dann kann dem Investor beim Verkauf leicht ein Verlust entstehen und die Strategie nicht aufgehen.
- Eine zu starke Fokussierung auf hohe Dividendenrenditen kann das Risiko erhöhen, in Konzerne zu investieren, deren Geschäftsmodell langfristig nicht tragfähig ist.
Auswahl dividendenstarker Aktien
Die Wahl der richtigen Dividendenaktien erfordert eine gründliche Analyse. Wichtige Kriterien, die Anleger bei der Auswahl berücksichtigen sollten, sind:
Dividendenhistorie
Investoren sollten Unternehmen bevorzugen, die über mehrere Jahre hinweg stabile oder steigende Dividenden gezahlt haben. Diese Unternehmen zeichnen sich oft durch eine verlässliche Geschäftsentwicklung und eine starke Marktstellung aus.
Dividendenrendite
Eine attraktive Dividendenrendite, wie sie bei Daimler oder Allianz zu finden ist, kann eine gute Ertragsquelle sein.
Allerdings sollte eine hohe Rendite stets in Verbindung mit der finanziellen Stabilität des Unternehmens gesehen werden, um nicht in sogenannte Dividendenfallen zu tappen, bei denen die hohe Rendite auf einen stark gesunkenen Kurs der Aktie zurückzuführen ist.
Gewinnwachstum und Ausschüttungsquote
Unternehmen, die nicht nur stabile Dividenden zahlen, sondern auch Gewinnwachstum verzeichnen, sind besonders attraktiv.
Zudem sollte die Ausschüttungsquote (Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgezahlt wird) nicht zu hoch sein, da dies auf ein gesundes Verhältnis zwischen Gewinnrücklagen und Ausschüttungen hindeutet.
Zukunftsaussichten und Marktposition
Konzerne mit soliden Zukunftsaussichten und einer starken Marktposition können auch langfristig stabile Dividenden liefern.
Branchen wie Versorger, Telekommunikation und Basiskonsumgüter sind oft verlässliche Quellen für Dividendenzahler, da sie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stabile Einnahmen erzielen.
Wichtige und umfassende Informationen zu Aktien, Dividenden, Vergleichsanlagen und vielen weiteren Details finden sich mittlerweile leicht über das Internet, z.B. auf der Homepage der Deutschen Börse AG unter den entsprechenden Stichworten, oder auch bei Verbraucherverbänden, die Kapitalanlagemöglichkeiten untersuchen und gute Strategien empfehlen.
Durch die sorgfältige Auswahl von dividendenstarken Aktien können Investoren eine stabile Einkommensquelle schaffen, die sie über viele Jahre hinweg begleitet, und das quasi unabhängig von der Kursentwicklung der jeweiligen Aktien bzw. zusätzlich zu einer möglichen positiven Kursentwicklung.
Exkurs: Der Ex-Dividendentermin
Der Ex-Dividendentermin (auch Ex-Tag genannt) ist ein entscheidendes Datum für Investoren, die Dividenden erhalten möchten.
An diesem Tag wird die Dividende als Kursabschlag vom Aktienkurs abgezogen. Das Bezugsrecht der Aktionäre für die Dividende erlischt ab diesem Tag.
Dieser Termin legt also fest, ab wann Aktien ohne das Recht auf die aktuelle Dividendenzahlung gehandelt werden. Um die Dividende zu erhalten, muss der Anleger die Aktie spätestens am Tag vor dem Ex-Dividendentermin besitzen.
Funktionsweise des Ex-Dividendentermins
- Vor dem Ex-Dividendentermin: Anleger, die bis zu diesem Stichtag Aktien eines Unternehmens halten, haben Anspruch auf die Dividende.
- Nach dem Ex-Dividendentermin: Der Aktienkurs sinkt um den Betrag der Dividende, da die Aktie ab diesem Zeitpunkt „ex-Dividende“ gehandelt wird, d.h. ohne das Bezugsrecht auf die Dividende.
Ein Beispiel:
Angenommen, der Ex-Dividendentermin für eine Aktie ist der 9. Februar. Jeder, der die Aktie am 8. Februar oder früher besitzt, hat Anspruch auf die Dividende. Anleger, die die Aktie erst am 9. Februar oder später kaufen, erhalten diese Dividende nicht.
Warum ist der Ex-Dividendentermin wichtig?
Der Ex-Dividendentag ist besonders relevant für Investoren, die auf Dividendenzahlungen setzen. Zudem sinkt der Aktienkurs nach dem Ex-Tag um den Dividendenbetrag, was zu kurzfristigen Schwankungen führen kann.
Trader nutzen manchmal, nicht zuletzt im Rahmen der Buy-and-Sell-Strategie, diese kurzfristigen Preisanpassungen, um kurzfristige Gewinne zu erzielen.
Dies tun sie in der Hoffnung, dass der Kursabschlag aufgrund der Dividendenzahlung kurzfristig wieder aufgeholt wird, während langfristige Investoren den Ex-Tag in ihren Dividendenstrategien einplanen.
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Top Dividendenaktien in Deutschland und weltweit
Dividendenaktien sind bei Anlegern im Depot oft besonders beliebt, da sie regelmäßige Ausschüttungen bieten. Deutsche Aktien, die hohe Dividenden versprechen sind insbesondere im DAX zu finden.
Siemens wird für das Jahr 2024 eine Dividende von 4,70 Euro je Aktie ausschütten, was einer Dividendenrendite von 2,54 % entspricht.
Mercedes-Benz zahlt eine Dividende von 5,30 Euro pro Aktie, mit einer Rendite von 9,3 %.
Allianz schüttet 2024 sogar 13,80 Euro pro Aktie aus, was einer Rendite von 4,58 % entspricht.
BMW zahlte 2024 eine Dividende von 6,00 Euro, was einer Rendite von etwa 7,3 % entspricht.
Aus dem Kontext weltweiter Dividendenaristokraten – also Unternehmen, die ihre Dividenden seit Jahrzehnten stetig steigern – seien auch einige Beispiele genannt: Procter & Gamble zahlt im Jahr 2024 eine Dividende von 4,02 USD pro Aktie, bei einer Rendite von etwa 2,37 %.
Auch Coca-Cola gehört zu dieser Gruppe und schüttet im Jahr 2024 eine Dividende von 1,94 USD pro Aktie aus, was einer Rendite von etwa 2,78 % entspricht.
Wichtige Überlegungen:
Es ist entscheidend, nicht nur auf die Höhe der Dividende zu achten, sondern auch auf deren Nachhaltigkeit und die Langfristigkeit der Ausschüttungspolitik.
Unternehmen, die stabil über Jahre Dividenden ausschütten oder diese sogar erhöhen, gelten als solide und können den Kern einer dividendenorientierten Anlagestrategie bilden.
Manche Konzerne zahlen auch dann Dividende, wenn sie im laufenden Jahr gar keinen (großen) Gewinn erzielen, wie z.B. große Versicherungen: Beim Eintreten von Großschadensereignissen sehen deren Jahresbilanzen vorübergehend nicht besonders gut aus.
Mit der konstanten Dividendenzahlung sollen dann die Aktionäre „bei der Stange“ gehalten werden. Oft werden für solche geradezu regelmäßig auftretenden Phänomene eigene Rückstellungen gebildet, um sie in den schlechten Jahren als Dividende aufzulösen.
Die Dividendenentwicklung liefert also wichtige Einsichten in die Stabilität der Unternehmenspolitik und -entwicklung.
Ein weiteres Beispiel sind Dividenden-ETFs, die ein diversifiziertes Portfolio bieten und sich auf Aktien konzentrieren, die regelmäßig Dividenden ausschütten.
Diese Fonds ermöglichen es Investoren, von der Stabilität mehrerer Dividendenaktien zu profitieren, ohne sich auf einzelne Aktien festzulegen.
Dividenden – Ein kurzes Resumé
Dividenden sind ein sehr vielschichtiges und interessantes Phänomen in der Landschaft der Aktieninvestments.
Aktien, die aufgrund der mit ihnen verbundenen Dividendenzahlungen ausgesucht werden, bieten nicht nur regelmäßige Einkünfte, sondern sind auch strategisch wertvolle Bausteine in modernen Portfolioansätzen.
Besonders in langfristig orientierten Portfolios kann die Einbindung dividendenstarker Aktien ideal sein.
Sie bieten zusätzlich zu möglichen positiven Kursentwicklungen regelmäßige Ausschüttungen, durch deren Thesaurierung sich nach und nach eine stattliche Vermögensmehrung ergeben kann.
Viele Investoren haben die breite Diversifikation ihres Portfolios in unterschiedliche Anlageklassen wie Immobilien, Private Equity und Rohstoffe im Blick. Aber auch dividendenstarke Aktien sollten dort einen festen Platz einnehmen.
Sie bringen nicht nur stabile Rückflüsse, sondern können auch, im Zusammenspiel mit anderen Komponenten, die Gesamtrendite steigern, ohne die Volatilität signifikant zu erhöhen. Oft genug lässt sich über eine gezielte Dividendenstrategie mehr und „sicherer“ Ertrag erzielen als über den reinen Fokus auf Kursgewinne.
Der kontinuierliche Cashflow, den Dividenden liefern können, unterstützt eine nachhaltige Ausschüttungspolitik und stärkt gleichzeitig die Position des Anlegers in Krisenzeiten.
Die Fähigkeit von großen Konzernen wie Siemens, Mercedes-Benz oder auch Procter & Gamble (um nur einige langjährige Dividendenaristokraten zu nennen), über lange Zeiträume hinweg Dividenden zu zahlen oder zu steigern, ist ein vergleichsweise verlässlicher Indikator für ihre finanzielle Stabilität.
Die Wahl solcher dividendenstarken Titel bringt nicht nur regelmäßige Rückflüsse, sondern reduziert auch das Ausfallrisiko, da bewährte Unternehmen auch in schwierigen Zeiten meist konstante Zahlungen leisten können.
Inhalt:
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