Finanzen verstehen:

Wohnimmobilien in Europa # 2/4: Die Menschen in Europa werden Jahr für Jahr immer älter – und wollen anders wohnen.

Die Strukturen der europäischen Bevölkerungen und deren Entwicklungen – genau das beschreibt die Wissenschaft der Demografie – sind seit der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg einem permanenten und in seiner Dynamik noch immer steigendem Wandel ausgesetzt. Wir haben es hier also mit einem sogenannten Megatrend zu tun, der noch nicht an seinem Ende angelangt ist.

Es gibt durchaus regionale Unterschiede bei Wachstum oder gar Schrumpfung der Gesamtbevölkerungszahlen zwischen den europäischen Staaten. Was uns aber alle vereint, ist die Veränderung der Altersstruktur: alle europäischen Gesellschaften altern – die Bevölkerung wird älter.

Sie kennen ja vermutlich den sogenannten „demografischen Baum“, der seinerzeit so genannt wurde, weil er noch neu als statistische Übersichtsgrafik wie ein Tannenbaum geformt war. Die Zeiten sind auch vorbei. Bald ähnelt er nicht mehr so sehr einem Baum, eher einem Döner-Spieß. Aber übersichtlich ist er wie eh und je. Er zeigt sehr schön die strukturelle Veränderung unserer Bevölkerung im Laufe der Zeit. Besonders interessant auch für Immobilieninvestoren: Es zeigt auch, welche Bevölkerungsgruppen heute und in den kommenden Jahrzehnten die Nachfrage bestimmen werden.

Dieses Bild findet sich nicht nur in Deutschland. Wie gesagt: alle europäischen Gesellschaften altern. Und nicht nur die Altersstruktur verändert sich relativ gleichförmig in ganz Europa. Gleichzeitig steigt die durchschnittliche Lebenserwartung signifikant, im Westen teils stärker als in einigen östlichen Staaten.

Zwischen 1990 und 2060 wird dabei eine Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung von rund 10 Jahren prognostiziert. Das ist in dieser relativ kurzen Zeitspanne ein Zugewinn an Lebenszeit von 12,4 %. Der wirkt in der Hauptsache im Ruhestand. Die beruflich aktive Zeit oder die Zeit der Ausbildung erhöhen sich nicht in gleichem Maße. Die Zeit des Kinderkriegens und -erziehens lässt sich aus biologischen Gründen auch nicht mehr viel weiter nach hinten verlagern. So bleibt ein erheblicher Zugewinn an Zeit im Ruhestand. Damit wird dieser Altersabschnitt noch an Bedeutung gewinnen.

Es ist folglich nicht schwer sich vorzustellen, dass dieser Trend bei einer stark wachsenden Zahl von Menschen ein spezielles, ruhestandsgerechtes Wohnbedürfnis zur Folge haben wird und schon heute hat; der Trend ist ja nicht neu sondern entstand mit dem Baby-Boom Mitte der 50er Jahre. Die 50 bis 70-jährigen bilden schon heute die deutlich stärkste Altersgruppe bei uns.

Unser Fazit:

Die europäischen Gesellschaften wandeln sich relativ gleichförmig in ihrer Altersstruktur. Entsprechend wandeln sich bei den am stärksten wachsenden Bevölkerungsgruppen, der sogenannten Best Ager und Senioren, auch die Wohnbedürfnisse von der Familienorientierung hin zu Freizeit- und Gesundheitsorientierung. Dieser Wandel konzentriert sich am stärksten in den Metropolregionen mit ihren in Folge der Urbanisierung insgesamt noch wachsenden Bevölkerungszahlen. Wohnkonzepte, die diesen Nachfragetrend nutzen, werden veraltete Konzepte in Miet- und Wertentwicklung übertreffen.

In „Wohnimmobilien in Europa 3“ ,der dritten Folge unserer Informationskampagne, werden wir beleuchten, wie der paneuropäische Wohnungsbaumarkt auf die zwei großen Trends reagiert. Wie haben sich die Angebote entwickelt? Welche neuen Konzepte folgen den aktuellen Trends? Und wo liegen für Anleger die aussichtsreichsten Ertragsquellen?

Geschäftsführer von Hörtkorn Finanzen - Herr Friedenauer

Peter Friedenauer
Geschäftsführer
Hörtkorn Finanzen GmbH

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Dies ist Artikel 2 unserer 4-teiligen Serie zu Wohnimmobilien in Europa. Hier finden Sie den ersten sowie die nachfolgenden Teile 3 und 4.

Teil 1 – Wohnimmobilien in Europa

Urbanisierung erzeugt regionale Bevölkerungsentwicklungen von
-18 % bis +14 %

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Teil 3 – Wohnimmobilien in Europa

Die Vielfalt wächst. Den Wettbewerb im Auge behalten & den paneuropäischen Maßstab anlegen – so finden Sie lukrative Investments.

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Teil 4 – Wohnimmobilien in Europa

Immobilien sind die besseren Anleihen. Warum? Das erklären wir Ihnen gerne.
Gastbeitrag von Stefan Schrader

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– Weitere interessante Themen:

Paneuropäischer Wohnungsmarkt

Ein Markt, auf vielfältige Weise genutzt. Erfahren Sie, wie auch Sie von diesem Markt profitieren können.

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Sabrina Kramer - Leiterin Investorenbetreuung
Sabrina Kramer - Leiterin Investorenbetreuung