Warum Beeinflussbarkeit bei Investments wieder wichtiger wird

Zwischen geopolitischen Risiken und wirtschaftlicher Unsicherheit

Die Welt befindet sich in einer Phase erhöhter Unsicherheit. Geopolitische Spannungen, hohe Staatsverschuldung, zunehmende Handelskonflikte, strukturelle Inflationsrisiken und politische Eingriffe in Märkte beeinflussen Kapitalströme und Investorenverhalten weltweit.

Viele klassische Kapitalmarktsegmente reagieren inzwischen stark auf Faktoren, die für einzelne Anleger nicht beeinflussbar sind:

  • Zentralbankpolitik,
  • geopolitische Entwicklungen,
  • Fiskalprogramme der Staaten,
  • internationale Konflikte,
  • oder kurzfristige Marktstimmungen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt ein anderer Gedanke zunehmend an Bedeutung:

Wäre es nicht sinnvoller, sich auf Investments zu konzentrieren, deren wirtschaftliche Entwicklung stärker beeinflussbar scheint oder die von den vorgenannten Werttreibern so unabhängig wie möglich erfolgreich sein können?

Gerade professionelle Investoren richten ihren Fokus deshalb verstärkt auf reale Vermögenswerte und Beteiligungen, also unser Kerngeschäft seit Jahrzehnten. Die Gründe: Bei diesen Investments haben die operative Steuerung, Standortqualitäten, aktives Management und reale Cashflows eine größere Bedeutung für die Anlageerfolge als eine kurzfristige Börsenstimmung.

Unserer Überzeugung nach ist es umso wichtiger, sich deren zukünftige Relevanz vor Augen zu halten, da die Aktienmarktrenditen nach der Finanzkrise weit über denen der langfristigen Durchschnittsrenditen lagen und die Fachwelt nahezu einhellig davon ausgeht, dass sich das für die nächsten Jahre deutlich ändern wird. Die zu erwartenden Renditen sollten wieder auf das langfristige Niveau zurückkehren oder sogar darunter liegen. Rein statistisch wird beispielweise der US-amerikanische Aktienmarkt bei Bewertungsniveaus, wie sie aktuell vorliegen, auf die folgenden zehn Jahre keine nennenswerten Gewinne erzielen. Die langfristige Rendite des deutschen Aktienmarktes liegt bei rund 7 % p. a. vor Steuern und Kosten und damit unter den Zielrenditen von Private Equity sowie nach Steuern betrachtet ungefähr auf dem Niveau von aktuellen Fondsempfehlungen, die wir im Bereich Immobilienfonds und erneuerbare Energien zugänglich machen können. Bekanntermaßen resultiert der Großteil der Zielrenditen im Bereich Sachwertbeteiligungen jedoch aus Ausschüttungen und nicht auf Wertentwicklung, so wie es bei Aktien der Fall ist.

Fokusthema heute – Immobilieninvestments

Wenn aktives Management wieder entscheidender wird

Besonders interessant erscheint derzeit unseres Erachtens für viele Investoren der Immobiliensektor. Nach Jahren extrem niedriger Zinsen und in der Folge stark steigender Kaufpreise hat die Marktanpassung seit 2022 in vielen Bereichen neue Ausgangslagen geschaffen. Inzwischen können Immobilien zu deutlich attraktiveren Konditionen erworben werden. Entscheidend bleibt dabei allerdings die Qualität der Investition selbst. Nicht jede Immobilie profitiert automatisch von den aktuellen Marktbewegungen.

Besonders relevant erscheinen derzeit Investments

  • mit guten Standorten (urban),
  • stabiler Nutzungsnachfrage (bedarfsorientiert),
  • vielen unterschiedlichen Mietern (Multi Tenant),
  • aktivem Asset- und Objektmanagement
  • sowie möglichst dauerhaft belastbaren Cashflows.

Gerade sogenannte Multi-Tenant-Objekte bieten dabei einen interessanten Stabilitätsaspekt: Die Einnahmen verteilen sich auf viele unterschiedliche Mietverhältnisse und reduzieren dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Nutzern. Neben der erwarteten Planungssicherheit aus längeren Mietvertragslaufzeiten entsteht noch eine strukturelle Sicherheit, weil Einkünfte und Risiken auf viele Vertragspartner verteilt werden.

Peter Friedenauer: „Es ist beim aktuellen Fonds von Hannover Leasing mit dem urbanen Versorgungszentrum „neustädter“ quasi so, als würde ein Stuhl auf sechzig Beinen stehen.“

Die Initiatoren und Manager der Immobilienfonds denken für die Investoren voraus und mit und vereinbaren nahezu immer eine teilweise oder vollständige Inflationsindexierung der Mietverträge. Die Einflussnahme ist also dauerhaft gesichert und Vorsorge wird getroffen. Das ist wahrlich bedeutsam, denn der etablierte Ausspruch vom „Betongold“ als Erfolgsgarant greift zu kurz. Objekte müssen nicht nur an den passenden Standorten und in guter Bauqualität zu finden sein (quasi Betongold), sondern vor allem dauerhaft attraktiv in der jeweiligen Nutzungsart und für die sich weiter entwickelnden Anforderungen der Mieter sein.

Inflationsschutz wird möglicherweise wieder deutlich wertvoller

Ein weiterer Faktor dürfte in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen: Inflationsindexierte Mietverträge.

In den vergangenen Jahrzehnten war Inflation über weite Strecken kaum ein dominierendes Thema. Entsprechend wenig Aufmerksamkeit erhielt häufig der strukturelle Inflationsschutz vieler Immobilienverträge.

Das hat sich durch die seit 2022 gestiegene Inflation geändert und könnte sich auch strukturell dauerhaft ändern. So lauten zumindest die Planungsparameter unseres Kapitalmarktstrategen Stefan Schrader für sein makroökonomisches Basisszenario der kommenden Jahre, das er in Webinaren und Marktkommentaren für unsere Anleger schon öfter dargelegt hat.

Sollte die Weltwirtschaft in den kommenden fünf bis zehn Jahren stärker von

  • höheren Staatsausgaben,
  • geopolitischer Fragmentierung,
  • steigenden Energieinvestitionen
  • und strukturell höheren Produktionskosten geprägt sein,

könnten stabile Sachwert-Cashflows mit Indexierungsmechanismen erheblich wertvoller werden als in der Vergangenheit.

Axel Hermann: „Der Koch ist entscheidend, nicht die Speisekarte.“

Attraktive Zielrenditen bei gleichzeitig robusten Cashflows?

Die Renditesituation einzelner Immobiliensegmente und konkreter Objekte hat aktuell Ihre Aufmerksamkeit verdient. In bestimmten Marktbereichen lassen sich derzeit Zielrenditen beobachten, die sich langfristigen Aktienmarktrenditen annähern können – gleichzeitig jedoch auf vergleichsweise robust laufenden Cashflows basieren, die sich in Ausschüttungen niederschlagen, die teilweise bis zu 7 % p. a. betragen.

Fazit:

Manchmal liegen die erfolgversprechenden Investments, die in Zeiten steigender Unsicherheit bedeutsamer werden, quasi vor der Haustür. Vor dem Hintergrund der recht hohen Zielrenditen, wie sie beispielsweise im Projekt der Hannover Leasing „neustädter“ prospektiert werden, ist für viele unserer Kunden fraglich, ob und wie man gegenüber den Unwägbarkeiten in den Aktienmärkten, der Inflationsentwicklung oder auch den Einflüssen der Geopolitik auftreten will. Wir halten Sachwert-Investments in Händen kompetenter Manager/Initiatoren für eine lohnenswerte Überlegung und gehen daher mit Freude unserer Berufung bei Hörtkorn Finanzen nach.

Peter Friedenauer, Geschäftsführer Hörtkorn Finanzen GmbH

Peter Friedenauer
Geschäftsführer
Hörtkorn Finanzen GmbH

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Mai 2026

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Risiken: Der Erwerb einer Finanzanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlustes. Risikofaktoren sind z.B. höhere Kosten als kalkuliert; negative Prognoseabweichungen; geringere Verkaufserlöse bzw. Einnahmen; Änderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen; u. U. Fremdwährungsrisiken.

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