Der §-6b/c-Hebel: Wie Sie Ihre Liquidität erhalten
1 Mio. Euro Rücklage – aber wie viel müssen Sie wirklich investieren?
Was bedeutet ein Übertragungshebel von 220 Prozent?
Im September stand Herr Pfiffig vor einer wichtigen Entscheidung: Was soll mit seiner §-6b/c-Rücklage von 1 Million Euro geschehen, bevor die gesetzliche Frist abläuft?
Neben der Versteuerung und dem direkten Erwerb einer Immobilie prüfte er auch die Reinvestition über einen §-6b/c-Fonds. Dabei stieß Herr Pfiffig auf eine Fondslösung mit einem Übertragungshebel von 220 Prozent.
Die damalige Rechnung war bemerkenswert: Um seine Rücklage von 1 Million Euro vollständig zu übertragen, müsste Herr Pfiffig nur rund 455.000 Euro eigenes Kapital einsetzen. Mehr als die Hälfte seiner Liquidität bliebe damit für andere Zwecke verfügbar.
Doch was bedeutet ein Übertragungshebel von 220 Prozent eigentlich genau? Wie kommen aus rund 455.000 Euro Eigenkapital rund 1 Million Euro Reinvestitionsvolumen zustande?
Diesen Fragen gehen wir heute nach.
Zum Eigenkapital kommt Fremdkapital
Ein Übertragungshebel von 220 Prozent bedeutet: Aus 100 Euro Eigenkapital entsteht ein Reinvestitionsvolumen von 220 Euro.
Denn in aller Regel ergänzen Fondsgesellschaften das Eigenkapital ihrer Anleger durch Fremdkapital. Dieses Fremdkapital „hebelt“ den Eigenkapitaleinsatz: Sammelt ein Fonds beispielsweise 20 Millionen Euro Eigenkapital ein und ergänzt dieses durch 24 Millionen Euro Fremdkapital, können insgesamt 44 Millionen Euro investiert werden. Das entspricht dem 2,2-Fachen des Eigenkapitals (= 220 %).
Für die Reinvestition nach § 6b/c ist daher nicht allein die Höhe des Eigenkapitals entscheidend. Maßgeblich ist vielmehr, welcher Anteil an den sogenannten begünstigten Anschaffungskosten (grob gesagt: der Gesamtinvestitionssumme) dem Anleger zugerechnet werden kann.
Vereinfacht bedeutet das: Je mehr Fremdkapital ein Fonds einsetzt, desto weniger Eigenkapital kann für die Übertragung einer bestimmten Rücklage erforderlich sein.
Allerdings ist dabei Vorsicht geboten. Fremdkapital verursacht Zins- und Tilgungszahlungen. Diese belasten die Liquidität der Fondsgesellschaft und erhöhen das Finanzierungsrisiko und somit auch die Risiken des Investments.
Nicht allein auf die Höhe des Hebels schauen
Ein hoher Übertragungshebel verringert also den notwendigen Eigenkapitaleinsatz und erhält damit Liquidität. Er entsteht jedoch durch den Einsatz von Fremdkapital – und dieses verursacht Zins- und Tilgungszahlungen. Dadurch erhöht sich das Risiko der Investition.
Für Herrn Pfiffig ist deshalb nicht automatisch der Fonds mit dem höchsten Übertragungshebel die beste Wahl. Entscheidend ist vielmehr, dass die Eckpunkte zusammenpassen:
- die Höhe des Übertragungshebels und
- die Qualität und Tragfähigkeit der Finanzierung
Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren zeigt, welche Lösung für die individuelle Rücklage geeignet ist.
Qualität durch professionell gemanagte Fondslösungen
Die von der jeweiligen KVG konzipierten und verantworteten Fondslösungen, die Hörtkorn Finanzen vermittelt, zielen darauf ab, einen höheren Fremdfinanzierungsanteil – und damit einen geringeren Eigenkapitaleinsatz – mit bonitätsstarken Mietern zu verbinden. Die Bonität der Mieter wird sowohl vom Fondsmanagement als auch von der finanzierenden Bank eigenständig geprüft.
Darüber hinaus zeichnen sich die Fondslösungen durch weitere Merkmale aus:
- Haftungsbegrenzung – keine persönliche Haftung über die Haftsumme hinaus
- professionelles Asset- und Immobilienmanagement
- Fristgerechte §6b-Reinvestition ohne eigenen Zeitdruck bei der Objektsuche
- Passgenaue Investitionshöhe entsprechend der vorhandenen §6b-Rücklage
Hörtkorn Finanzen ist bankenunabhängiger Marktführer für Sachwertinformationen mit über 30 Jahren Erfahrung. Wir begleiten unsere Investoren von der Auswahl des Produktes und die individuelle Ermittlung des Investitionsbetrags über die gesamte Laufzeit.





© Johannes Weise – KI-generiertes Bild
© Johannes Weise – KI-generiertes Bild