Für den reinen Werterhalt Ihres Vermögens brauchen Sie jährlich
5 bis 8 Prozent Rendite, nach Steuern.

Wieso „wahre Inflation“ – was ist damit gemeint?

Es gibt zwei Wege, Inflation zu berechnen: ein an der Wirkung messender und ein an den Ursachen orientierter Weg. Leute vom Fach würden jetzt sagen – stimmt nur halb, denn der an der Wirkung messende ist nicht korrekt. Dabei handelt es sich um einen willkürlich oder „politisch“ festgelegten Warenpreisindex, der gar nicht die Inflation selbst abbildet. Aber diesen Index kennt bei uns jeder. Und (fast) jeder verwechselt diesen Preisindex des „Warenkorbs“ mit der Inflation, weshalb dieser Wert auch sehr häufig in der Öffentlichkeit als die „offizielle“ Inflationsrate gesehen wird. Ist sie aber nicht. Vor allem ist dieser Wert regelmäßig viel zu niedrig.

Die wissenschaftliche Methode zur Berechnung der Inflationsrate ist eine griffige Formel, die der schottische Philosoph David Hume (1711 – 1776) in seiner Quantitätstheorie aufgestellt hat. Sie lautet: Geldmengenwachstum minus Wirtschaftswachstum ist gleich Inflationsrate. Wenn also der König neue Münzen in Umlauf bringt, obwohl Missernte herrscht, dann werden die Kartoffeln extrem teuer, weil zu viel Geld auf zu wenige Waren trifft. Und das gilt prinzipiell auch heute noch. Der so berechnete Wert ist also die echte oder „reale“ Inflation. Ist er auch die „wahre“ Inflation?

Was zu wenige Leute bedenken.

Der Preisindex des Warenkorbs ist zwar exakt zu berechnen, aber immer falsch. Der Preisindex orientiert sich an 750 „Gütern des täglichen Gebrauchs“. Wessen täglichen Gebrauchs – meines … oder Ihres? Wir wissen es nicht. Zu diesem Warenkorb gehören Dinge, die viele noch nie im Leben gebraucht haben. Andere Dinge wiederum, in die Sie möglichweise viel investiert haben, sind nicht vertreten. Und das macht einen wesentlichen Unterschied – je vermögender jemand ist, desto wesentlicher der Unterschied. Allein die meistens 0,5 % Strafzinsen auf Bankguthaben teils schon ab 25tsd. Euro – Normalverdiener haben dieses Problem seltener, und im Warenkorb gibt es diese Position nicht. Desgleichen die Negativrenditen bei Staatsanleihen hoher Bonität. Auch das betrifft eher Vermögende und findet im Warenkorb kein Echo. Aber das ist nur die Spitze des Inflations-„Eisbergs“

Die reale Inflation ist schwieriger festzulegen und nie auf den Cent genau. Sie ist anerkanntermaßen auch nur ein Annäherungswert. Aber regelmäßig schon einmal deutlich höher als der Warenkorbindex. Die nebenstehende Grafik, die wir bei unserer Recherche im Internet fanden, zeigt anschaulich, welchen Unterschied zwischen beiden besteht. Der Annäherungswert der realen Inflation wird als ein „von … bis“-Wert angegeben. Er liegt gegenwärtig zwischen 5 und 8 Prozent. Orientieren wir uns am niedrigeren Wert von 5 % realer Inflation, wären 100 Euro nach 15 Jahren noch 50 Euro wert. Die These am Anfang, dass reale Inflation Geldvermögen in 15 Jahren halbiert, orientiert sich also an dieser gemäßigten Annahme. Wahre Inflation kann noch deutlich höher liegen.

Die wahre Inflation ist – individuell!

Die eine wahre Inflation gibt es unserer Ansicht nach nicht. Es gibt aber für jeden von uns eine eigene wahre Inflation. Und unsere These dazu ist: Je vermögender ein Privathaushalt ist, desto größer kann die Abweichung zur Inflationsrate sein – zum Preisindex sowieso, aber auch noch einmal deutlich höher als im Vergleich zur realen Inflation nach David Hume. Anhand eines Herrn Mustermanns möchten wir das jetzt verdeutlichen.

Unser Herr Mustermann liebt Immobilien. Seine Altersversorgung beruht zu einem erheblichen Teil auf den Mieteinnahmen aus den Wohnungen, die er im Laufe der Jahre erworben hat. Die ersten hat er bereits vor über dreißig Jahren gekauft, die letzten erst jüngst. Bei seinen ältesten Objekten standen vor rund einem Jahr erstmals seit dem Erwerb umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Die Heizsysteme wurden komplett runderneuert, die Fenster waren für den Austausch fällig und auch die Dächer waren sanierungsbedürftig. Außerdem entsprachen die Bäder nicht mehr heutigem Standard und in die elektronische Infrastruktur musste auch investiert werden. Herr Mustermann kümmert sich nicht selbst um diese Aufgaben; dafür beschäftigt er eine Hausverwaltung. Die schickt ihm jetzt aktuelle Kostenaufstellungen. Folgendes stellt Herr Mustermann dabei fest:

Die Kosten für die Sanierungsarbeiten sind explodiert.

Der Kostenanstieg ist im Wesentlichen den gestiegenen Materialpreisen geschuldet. Allein Holz wurde im Laufe des vergangenen Jahres um über 100 % teurer. In der „Frankfurter Allgemeine“ vom 11.04. liest Herr Mustermann: „Auf Baustellen wird das Holz knapp. Sägewerke kommen nicht mehr nach, Amerikaner zahlen das Dreifache – und das „Käferholz“ wandert containerweise nach China. Klar ist nur eins: Bauen wird teurer.“ Sein Hausverwalter, dem die Situation deutlich unangenehm ist, zitiert am Telefon aus der „Wallstreet Online“ vom 22.04: „Seit Jahresbeginn sind … deutliche Preissteigerungen bei Baumaterialien zu beobachten. Besonders betroffen sind hiervon Stahlprodukte und Bitumen. … Die Preise lagen im März 2021 um 18,5 % bzw. 20,6 % über dem Niveau von Dezember 2020.“

Herr Mustermann ist Pensionär, war aber langjährig erfolgreicher Unternehmer. Er wusste von Beginn an um den nun entstehenden Renovierungsbedarf und hat entsprechende Rücklagen gebildet. Doch die reichen nun nicht zur Deckung der erhöhten Kosten. Herr Mustermann muss aus den laufenden Mieteinnahmen von jährlich rund 250.000 Euro (nach Kosten, vor Steuern) für die jetzt anstehenden Renovierungen in drei Objekten rund 25.000 Euro zusätzliche Sanierungskosten nachschießen. Wie hoch ist Herrn Mustermanns individuelle Inflationsrate für das Jahr 2021?

Was können Sie tun?

Für die meisten unserer Leser, die, die unseren Sonntags-Newsletter schon längere Zeit beziehen und ab und an auch lesen, ist das, was Sie tun können, im Grunde nichts Neues: in Sachwerte investieren. Was sich aber jeder von Ihnen fragen kann: Wie konsequent tue ich das? Wie hoch ist mein Anteil an Sachwertinvestments im Vermögensportfolio? Wäre da noch Luft nach oben? Möchte ich mein Vermögen noch stärker vor Inflation schützen?

Jedes Prozent zählt dabei! Wie unser Mustermannbeispiel hoffentlich deutlich machen konnte: Sie müssen Ihr Vermögen nicht gegen einen imaginären Warenkorb verteidigen, sondern gegen die Preisentwicklungen in ganz anderen, für vermögende Menschen viel relevanteren Bereichen: Immobilien und andere Sachwerte, hochwertige und seltene Güter, anspruchsvolle Dienstleistungen.

Wir haben es an anderer Stelle bereits erläutert: Sachwertinvestments haben den Vorteil, organisch deutlich über der offiziellen Inflationsrate (Preisindex des Warenkorbs) im Wert zu wachsen. Dieser Vorteil wird bei einigen Konzepten regelmäßig mit den Ausschüttungen ausgezahlt, bei anderen endfällig in einer Schlusszahlung. Vielleicht ist damit die reale Inflation auf Ihr Gesamtvermögen nicht immer in voller Höhe ausgeglichen, aber die Geldentwertung wird zumindest spürbar gemildert. Je höher Ihr Anteil an (guten, unabhängig geprüften) Sachwertinvestments im Vermögensportfolio, desto besser kann der Schutz vor Inflation sein – alles in einem strategisch vernünftigen Rahmen, versteht sich. Doch im Grunde ist es so einfach.

Gehen Sie gleich auf Einkaufstour! Die Auswahl ist hervorragend:

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Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Geschäftsführer von Hörtkorn Finanzen - Herr Friedenauer

Peter Friedenauer
Geschäftsführer
Hörtkorn Finanzen GmbH

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Sabrina Kramer - Leiterin Investorenbetreuung
Sabrina Kramer - Leiterin Investorenbetreuung