ESG = kein Einstellungs-, sondern ein Renditefaktor
Imagevorteile und Renditezugewinne gehen Hand in Hand
Exkurs zum Thema – unabhängig von der Anlageklasse: Der Grundgedanke zum Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist schon seit Jahrzehnten im Risikomanagement professioneller Investoren etabliert. Gleichermaßen bei Börsen- und Sachwertanlagen besteht die (berechtigte) Grundannahme der professionellen Risikomanager, mit den ESG-Kriterien zugeschriebenen Eigenschaften gehe einher, dass Risiken eines Investments abnehmen und die Planungssicherheit zunimmt.
Hat man die Nachhaltigkeitsanforderungen an die Umwelt (E = ENVIRONMENT), das Soziale (S = SOCIAL) und die Unternehmens- und Mitarbeiterführung (G = GOVERNANCE) gut aufgestellt, sollten die tatsächlichen und allemal die potenziellen Opportunitätskosten sinken, da weniger Störfeuer aus diesen Bereichen entstehen.
Im Bereich der Aktien verlief die Entwicklung Ende des letzten Jahrzehnts dahin, dass es bei ESG scheinbar vor allem um „grüne“ Investments ginge. Der Fokus auf die besonders einfach messbaren CO2-Emissionen hat die eigentliche Idee hinter ESG unseres Erachtens in der Wahrnehmung der Anleger verfälscht und auch negativ beeinflusst. Zu Recht, da vor allem im Aktien- und durchaus auch Anleihenumfeld undurchsichtige und nicht intuitive Kriterien vorlagen und es regelmäßig auch zu Mogelpackungen kam. Da Anleger nicht auf den Kopf gefallen sind, merkten sie das natürlich früher oder später sowieso. Die Enttäuschung der Börseninvestoren war groß und viel Geld wurde aus ESG-Produkten abgezogen. Der Greenwashing-Skandal, der bei der Deutschen Bank und auch anderen Häusern aufflog, trug seinen Teil zur Entwicklung bei.







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