Bain Capital

kurz & kompakt

  • Emittent: Bain Capital
  • Anlageklassen: Private Equity
  • Investitionsmärkte: Weltweit
  • Verw. Vermögen: USD 155 Mrd.
  • Gründungsjahr: 1984
Unternehmensprofil Bain Capital

Zum Unternehmen

Bain Capital Limited Partnership (LP) ist mit einem verwalteten Vermögen (bzw. dem Wert der assets under management) von knapp 160 Mrd. US-Dollar einer der größten privaten Finanzinvestoren der Welt.

Der Sitz der Investmentgesellschaft ist in Boston (USA) in dem bekannten Gebäude „John Hancock Tower“.

Das Unternehmen wurde 1984 auf Initiative von Bill Bain, dem Namensgeber, von drei Partnern der Unternehmensberatung Bain & Company gegründet, der bekannteste unter ihnen ist Mitt Romney. Er unterlag 2012 im Präsidentschaftswahlkampf der USA als Kandidat der Republikaner dem späteren Präsidenten Barack Obama.

Bain & Company ist eine reine Unternehmensberatung, 1973 gegründet und heute (Stand 2022) mit rund 12.000 Mitarbeitern in 59 Büros und 37 Ländern präsent. Der Schwerpunkt liegt seit jeher im Bereich von Private-Equity-Beratungen.

Zur Geschichte von Bain Capital

Von Anfang an schlossen die Gründer und Partner von Bain Capital an die gewonnene Expertise aus der Berufstätigkeit bei Bain & Company an und fokussierten sich auf Private-Equity-Investitionen mittels entsprechender Fonds:

Von Venture Capital Fonds zu Buyouts 1985-2000

Schon im Gründungsjahr 1984 konnte ein erster entsprechender Fonds aufgelegt werden, dessen Volumen 37 Mio. USD betrug; wenige Monate später durchbrach das neue Unternehmen mit seinem zweiten Fonds bereits die 100-Mio.-USD-Grenze (106 Mio. USD/März 1985).

Diese ersten Fonds (bzw. deren Management- Team) machten hauptsächlich Investitionen und die damit einhergehenden Beratungen im Bereich von Venture Capital.

Mit einer glücklichen Hand gelang es vor allem Romney, einige der ersten Deals zu außergewöhnlichen Erfolgen zu machen, mit Erträgen vom sieben- bis über 30-fachen des eingesetzten Kapitalvolumens., mit prominenten Namen wie Staples(Büro-Bedarf), Calumet Coach (Medizin-Bedarf) und Gartner Group (technologische Forschung).

In den ersten Jahren konnten daher trotz mancher begleitender Fehlinvestitionen den Anlegern 50% Rendite ausbezahlt werden.

Mit den 90er Jahren und dem steigenden Finanzvolumen begann die Firma, ihre Aktivitäten über Venture Capital hinaus mit Buyouts und Growth Capital auch auf Bereiche „klassischer“ Private-Equity-Investments auszuweiten.

Insbesondere im Bereich von Unternehmen, die sich auf medizinische Diagnostik spezialisiert hatten, gelang Bain Capital eine Spezialisierung. Man realisierte erfolgreiche Fusionen und Buyouts.

Ende des Jahrzehnts war Bain Capital bereits einer der führenden Private-Equity-Investoren der USA mit 4 Mrd. USD an verwaltetem Vermögen.

Das Investment-Spektrum der Firma zeigte sich deutlich ausgeweitet, auch Public Equity war mittlerweile hinzugekommen (Aktien-Käufe, um Mehrheiten oder zumindest signifikante Anteile an börsennotierten Unternehmen zu erhalten; oft auch als PIPE-Transaktion gestaltet: Private Investment in Public Equity, direkter Verkauf von Aktien an einen bestimmten Investor oder Investorenkreis).

Fonds-Boom nach der Jahrtausendwende

In den USA stellten die Jahre nach der Jahrtausendwende eine Zeit des Buyout-Booms dar: Eine Unternehmensübernahme mit Rekordsumme jagte geradezu die nächste, Jahr für Jahr wurden neue Konsortien der großen Investmentgesellschaften gebildet, um immer mehr Milliarden für immer größere Transaktionen aufzubringen.

Bain Capital kooperierte mit den (anderen) großen Playern Goldman Sachs, Blackstone, Silver Lake etc. und brachte Fonds um Fonds auf den Markt für die eigene Kapitalisierung.

Auch das Platzen der sogenannten Immobilienblase in den USA 2007 mit der Folge der Insolvenz der Investmentbank Lehmann Brothers 2008 machte für das Unternehmen nur eine kurze Delle aus – noch im Oktober 2007 konnten mit dem „Fund X“ satte 11,8 Mrd. US-Dollar für Private-Equity-Investments eingeworben werden, der dritte auf Europa konzentrierte Fonds „E-III“ erbachte nur kurze Zeit später im April 2008 weitere 3,5 Mrd. Euro.

Ausweitung und Spezialisierung von Bain Capital 2010-2020

Das vergangene Jahrzehnt (2010-2020) beinhaltete für die Partner und das Team von Bain Capital eine weitere deutliche Ausweitung der Geschäftstätigkeit und eine Spezialisierung in einigen Bereichen:

Schon 1998 wurde mit Sankaty Advisors ein Kreditbereich gegründet, der ab 1999 mit den „US cash flow Collateralized Loan Obligation“ (CLO) und 2002 mit dem „Credit Opportunities Program“ (COPs) erfolgreich in die Kreditmärkte startete.

Nun folgten zum einen der

  • Ausbau und die Spezialisierung im Venture Capital Sektor,
  • die Gründung einer „Double Impact“-Serie (2015) und eine weitere
  • Spezialisierung in „Life Sciences“ (2016),
  • die Gründung von „Bain Capital Real Estate“ 2018 als spezialisierter Immobilienzweig der Gesellschaft sowie die zeitgleiche
  • Ausgliederung von „Bain Capital Partnership Strategies“ als eigener Geschäftsbereich.
  • 2020 wurden schließlich die PE-Investments im Technologie-Sektor unter der Marke „Tech Opportunities Fund“ (der erste von ihnen erbrachte 1,1 Mrd. USD eingeworbenes Kapital) gebündelt.

Mit anderen Worten: Bain Capital wurde zu einem der führenden global player als fast alle wichtigen Sektoren umgreifender Multi-Asset-Finanzinvestor.

Beteiligungen von Bain Capital

Beispiele für bekannte Beteiligungen und Übernahmen unter der Federführung von Bain Capital sind unter vielen anderen:

  • Burger King (Fast-Food-Kette aus den USA; 1,5 Mrd. USD Buyout 2002)
  • Jack Wolfskin (Outdoor-Bekleidung und Equipment, Deutschland)
  • Domino’s Pizza (Pizza-Kette aus den USA, späte 1990er)
  • Dunkin’ Brands / Dunkin’ Donuts (USA, Lebensmittelbranche, übernommen 2005 für 2,4 Mrd. USD)
  • Virgin Australia (Fluglinie, 2020)
  • Warner Music Group (Musikbranche, 2003)
  • The Weather Channel (eigener TV-Kanal für Wetterberichte, 2008)
  • Toys „R“ us (Spielwarenproduzent und -Händler, 2004 übernommen für 5,5 Mrd. USD)
  • Apple Leisure Group (Reiseveranstalter, übernommen 2012)
  • Das Terminal H im Munich Airport

Unter den Tochtergesellschaften des Investmentunternehmens befindet sich auch die Bain Capital Speciality Finance Inc. mit Sitz in Boston, die als Aktiengesellschaft konzipiert ist. 2018 in New York an die Börse (New York Stock Exchange / NYSE) gebracht, besteht ihr Handlungsfeld in der weltweiten spezialisierten Kreditvergabe an Mid-Cap-Unternehmen („Mittelstand“, Firmen mit einer Marktkapitalisierung von ca. 500 Mio.- 2 Mrd. Euro).

Die Aktie war im Covid-19-Schock Anfang 2020 in Schwierigkeiten geraten, hat sich seitdem aber wieder substanziell erholt und liegt derzeit mit ca. 15,50 USD nicht mehr allzuweit unter dem einstmaligen Ausgabekurs von 18,50 USD pro Aktie (Stand 05 / 2022).

In Deutschland werden die Aktien von Bain Capital Speciality Finance Inc. an den Börsenplätzen Frankfurt und München gehandelt.

Darüber hinaus ist Bain Capital seit 2002 mit einer eigenen deutschen Niederlassung in München präsent. Weitere Standorte in Europa bestehen in Dublin, Lissabon, Luxembourg und Madrid.

Bain Capital beschäftigt global derzeit in 23 Niederlassungen auf 4 Kontinenten ein Team von mehr als 1.200 Mitarbeitern.

Zur Philosophie

Man kann sagen, dass die unternehmenseigene, über die Jahre immer mehr intensivierte und erfolgreich umgesetzte Philosophie, nämlich den Einsatz von Eigenkapital mit fokussierten Beratungsleistungen zu verbinden, zum Standard der ganzen Private-Equity-Branche geworden ist.

Bain Capital kann daher als einer der Pioniere für den ganzheitlichen Investment-Ansatz von Private-Equity-Beteiligungen gelten.

Das bedeutet, nicht nur mit Geld Maßnahmen wie Investitionen, Restrukturierungen, Bereinigung der Finanzstruktur und dergleichen anzuschieben, sondern mit der eigenen Expertise, speziellen Analyse-Instrumenten und mit eingehender Beratung ideelle Mehrwerte zu schaffen, die sich langfristig positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der übernommenen Unternehmen auswirken.

Der eigene Investmentansatz und die zum Einsatz gebrachten Strategien haben sich im Lauf der mittlerweile knapp 4 Jahrzehnte währenden Unternehmensgeschichte immer wieder den Marktgegebenheiten angepasst.

Heute firmiert Bain Capital als Finanzinvestor, der sich in seinen Investments und Kooperationen für positive und anhaltende Auswirkungen auf Unternehmen, Angestellte, Gemeinschaften und Umwelt einsetzt.

Werte und Zwecke von Bain Capital

Mit vier Leitsätzen werden von Bain Capital Unternehmenszwecke und -werte umschrieben:

  • Develop exceptional partnership – Entwicklung einer außergewöhnlichen Partnerschaft. Als Finanzinvestor ist Bain Capital auf allen seinen Ebenen am gegenseitigen Erfolg der Investments interessiert – beide Seiten sollen als Partner von der Zusammenarbeit profitieren. Bain Capital legt Wert auf diversifizierte, globale (Beratungs-)Teams, die ein breites Spektrum an Expertise in die Investments einbringen.
  • Challenge conventional thinking – Konventionelles Denken wird herausgefordert. Die Partner und Teams von Bain Capital möchten außerhalb der gewohnten Kategorien denken und daraus Handlungsmaximen ableiten. Basis sind objektiv erhobene Daten zu den sorgsam ausgewählten Zielunternehmen (due diligence), um das volle Potenzial ausschöpfen zu können.
  • Work with tenacity – Hartnäckiges Arbeiten. Die Ärmel hochkrempeln und anpacken – Bain Capital versteht sich nicht als passiver Beobachter, was mit den eingebrachten Finanzmitteln wohl geschehen mag, sondern als aktiver Gestalter und Partner durch intensive Beratung und den Einsatz von bestem Know-How und Werkzeugen. Probleme werden ruhelos beackert, Durchblick verschafft, um Durchbrüche zu erzielen.
  • Believe: Character matters – der Glaube, dass persönlicher Charakter zählt. Bain Capital setzt bei seinen Mitarbeitern und Kooperations-Partnern auf die Integrität des Charakters, Gemeinschaftssinn und die Bereitschaft, sich dem gemeinsamen Ziel unterzuordnen. Empathie und Überzeugung gehören zu den Leitwerten, die bei den Investmentprojekten in Anschlag gebracht werden.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern haftet Private-Equity-Gesellschaften und Finanzinvestoren nicht immer das beste Image an. Auch Bain Capital hat seine Geschichte mit Vorwürfen gegen das eigene Geschäftsgebahren.

Ob berechtigt oder nicht – der Finanzinvestor hat mittlerweile auch Nachhaltigkeitsziele in seine Firmenphilosophie aufgenommen, um derartiger Kritik von vornherein den Wind aus den Segeln nehmen zu können.

Bain Capital hat sich dabei nicht nur generell auf allen Handlungsebenen den ESG-Kriterien verschrieben, sondern auch einen eigenen Geschäftsbereich „Double Impact“ für soziale und ökologische Investitionen geschaffen.. Dieser koppelt die Ertragsziele der Anleger unmittelbar mit entsprechenden gesellschaftlichen und umweltbezogenen Zielen.

Leistungsbilanz von Bain Capital

Bain Capital hat die Spannweite seiner Aktivität als Finanzinvestor im Verlauf der Firmengeschichte enorm ausgebreitet. Das gesamte Handlungsspektrum gliedert sich mittlerweile in 11 Leistungsbereiche, auf die sich die Firma mit ihren jeweiligen Tochtergesellschaften und mit einem global team an Partnern / Managern spezialisiert hat.

Insgesamt beläuft sich 2022 der Wert der assets under management (verwaltetes Vermögen, AUM) des Gesamtkonzerns auf ca. 160 Mrd. US-Dollar.

Private Equity – außerbörsliches Beteiligungskapital

Das historische Kerngeschäft von Bain Capital: Seit der Gründung in Boston 1984 wurden im Verlauf der Unternehmenshistorie mehr als 1.100 Primär-Transaktionen und Add-On-Investments getätigt.

Der Investment-Ansatz mit seinem Beratungs-, Analyse- und Wertsteigerungsstrategien kann als wegweisend für die gesamte Branche angesehen werden.

Bain Capital ist hier oft genug als Pionier neue Wege gegangen.

Durch erhebliche Eigenbeteiligungen der Partner ist eine Interessensgleichheit mit den weiteren Anlegern gegeben.
Derzeit erwirtschaften die Portfolio-Firmen einen Umsatz von ca. 111 Mrd. US-Dollar und beschäftigen etwa 540.000 Angestellte.

Venture – Finanzierung von Unternehmensgründungen bzw. Firmen in der Frühphase

Auch dieses Handlungsfeld stellt von Beginn an ein enorm wichtiges Standbein von Bain Capital dar; die ersten Erfolge wurden in diesem Sektor erzielt und haben das Unternehmen auf die Erfolgsspur gebracht.

Bain Capital versteht sich dabei als Investor, der sich auf ein bestimmtes Gründerprofil spezialisiert hat.

Insbesondere transformative Ansätze für Hauptzweige der Industrie, Dienstleistungssoftware (Software as a Service/SaaS), Software für Infrastruktur und Netz-Sicherheit, Finanztechnik (Financial Services and Technology), Gesundheitswesen, Handel, Konsum und Technologie stehen im Fokus des Unternehmens.

Die Finanzierungsspannweite liegt zwischen 1 Mio. USD für seed-Investments und 100 Mio. USD für erste growth-Strategien.

Mit seiner globalen Vernetzung bietet Bain Capital Start-ups und Gründern hervorragende Marktzugänge und großes Kundenpotenzial.

Bain Capital Ventures verfügt über 5,1 Mrd USD an verwaltetem Anlagevermögen (Assets Under Management /AUM) und mehr als 70 Firmen im aktiven Portfolio.

Der momentan letzte aufgelegte Fonds erbrachte 2019 650 Mio. USD an eingeworbenem Kapital.

Credit – Fremdkapitalfinanzierungen

1998 weitete Bain Capital seine Tätigkeiten auf den Kreditsektor aus, der mittlerweile mit einem Volumen von 57 Mrd. USD einen erheblichen Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens einnimmt.

Im Fokus liegen spezialisierte Finanzierungen für Mid-Cap-Firmen im Wert zw. 500 Mio.- 2 Mrd. Euro.

Mit der Tochtergesellschaft „Bain Capital Speciality Finance“ ist dieser Bereich mit einem börsennotierten Unternehmen auf den Märkten präsent ( Börsengang 2018, New York ).

Public Equity – Unternehmensbeteiligungen über Aktien-Käufe

Auch bei börsennotierten Konzernen spielt privates Beteiligungskapital eine wachsende Rolle, vorzugsweise in sogenannten PIPE-Transaktionen (Private Investment in Public Equity), bei denen Aktienpakete direkt Finanzinvestoren zum Kauf angeboten werden.

1996 gründete daher Bain Capital eine entsprechende Plattform. Ziel ist ein langfristiger Kapitaleinsatz in Firmen, die Marktführerschaft anstreben. Dazu werden intensive Datenanalysen zur Identifizierung von Zielunternehmen in Anschlag gebracht.

In diesem Bereich hat Bain Capital mehr als 3 Mrd. USD assets under management.

Tech Opportunities – Technologie-Investments von Bain Capital

Im Technologie-Sektor investiert Bain Capital in den Strategie-Bereichen Wachstum/Expansion und Übernahmen. Vier Stichworte kennzeichnen das Vorgehen des Investors:

  • Orientierung an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit (Partnership Orientation)
  • Investition nur in Bereichen, in denen tiefes Know-How und Erfahrungen vorhanden sind (Industry Depth)
  • organische und nicht-organische Strategien zur Wertsteigerung (Value-Added Approach)
  • flexible Finanzierungsinstrumente (Flexible Capital) je nach strategischem Bedarf

Der Schwerpunkt liegt auf Firmen, die in den Bereichen Anwendungssoftware, Infrastruktur und Sicherheit, FinTech (Financial Services and Technology) und Zahlungsverkehr sowie in medizinischer Software- und Internet-Technologie tätig sind.

Bisher wurde so in mehr als 200 Firmen investiert. Der zuletzt aufgelegte Fonds „Bain Tech Opportunities II“ erbrachte 2021 ein eingeworbenes Kapital in Höhe von 1,5 Mrd. USD.

Life Sciences – Biowissenschaften, Chemie und Medizin

Um den dynamischen Entwicklungen im Bereich der sogenannten Lebenswissenschaften (Life Sciences) gerecht zu werden und hier mit der im Lauf der Firmenhistorie gewonnenen Expertise an führender Stelle präsent zu sein, wurde 2016 der Bereich Bain Capital Life Sciences gegründet.

Die Bereiche Pharmazie, medizinische Vorrichtungen, Diagnose, Apparate und „Werkzeug“ für den Gesundheitssektor ( Healthcare ) sowie Biotechnologie bilden die Schwerpunkte.

Ziel in diesem Bereich sind vier Typen von Investment-Gelegenheiten von Bedeutung:

  • Inflection capital (Firmen in einem kritisches Stadium der Innovation)
  • Growth (Beschleunigung von Wachstumsprozessen, Plattform-Expansion)
  • größere Zusammenarbeiten und Bildung größerer Einheiten durch das Schaffen neuer Unternehmen
  • Fallen Angels (Betriebe mit hochinteressanten Produkten, die den Sprung an die Spitze aufgrund von schlechtem Management, fehlenden Finanzmitteln und dergleichen dennoch nicht geschafft haben)

Bain Capital investiert in Verbindung mit Innovation, neuartigen Produkten für die bisher nicht bedienten Bedürfnisse von Patienten und mit Mitteln zur Steigerung der Liquidität und Kapitaleffizienz.

Derzeit berühmtestes Beispiel des unternehmerischen Einsatzes von Bain Capital in diesem Sektor ist die Zusammenarbeit mit Pfizer für die Bildung eines neuen Biopharmaka-Unternehmens (2018, Cerevel Therapeutics) mit einem Kapitaleinsatz von 350 Mio. USD.

Bain Capital Life Sciences verwaltet ein Vermögen von 4,6 Mrd. USD und ist derzeit in 51 Firmen des Gesundheitswesens investiert ( Stand 12/ 2021 ). Dabei wurden bisher unter anderem 80 Sektor-Studien finanziert.

Real Estate – Immobilien-Investments

Seit 2018 verfügt der Finanzinvestor mit „Bain Capital Real Estate“ über einen eigenen Zweig, der auf das Investment und das Management von Liegenschaften spezialisiert ist. Der Fokus liegt auf oft schwer zugänglichen Nischensektoren mit langfristig wachsender Nachfrageperspektive.

Im Portfolio befinden sich eher kleinere und mittlere Liegenschaften. Bain Capital Real Estate ( Hauptsitz ebenfalls in Boston ) übernimmt mit Akquise, Asset Management, Portfolio-Management, Finanzierung, Verkauf, Investment Banking, Financial Reporting, Rechtsfragen, Baumanagement und Entwicklung das gesamte Spektrum der Wertschöpfung im Immobilienbereich.

Der Sektor umfasst Immobilien in einem Wert von 5,1 Mrd. US-Dollar (Stand 2021).

Beispiele für in jüngster Zeit getätigte Akquisitionen sind Industrieliegenschaften in Washington D.C., ein Seniorenwohnheim in Austin, ein Multi-Family-Appartment in Raleigh sowie ein medizinisches Verwaltungszentrum im Großraum Phoenix (alles in den USA).

Partnership Strategies – Partnerschaftliche Investmentstrategien

Immer größere Bauprojekte und unternehmerische Vorhaben erfordern einen immer größeren Kapitalbedarf und bringen gleichzeitig ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die (Groß-) Investoren mit sich.

Es nimmt also kaum Wunder, dass für sehr große Projekte Partnerschaften geschmiedet werden, um den enormen Kapitalbedarf zu decken und gleichzeitig die Risiken auf mehrere Schultern zu verteilen.

Bain Capital als einer der weltweit führenden Finanzinvestoren setzt hier auf über lange Jahre bewährte Kooperationen mit Business-Partnern verschiedener Branchen.

Dazu zählen u.a. Goldman Sachs, Blackstone, Carlyle, Warburg Pincus oder Advent International, Auch große Pensionsfonds, Family Offices und Versicherungen befinden sich unter den Kooperationspartnern.

Investment-Ziele sind vor allem Nischen mit schwierigem Marktzugang, Märkte in Schwellenländern, sowie Entwicklungsregionen, denen mit stark spezialisierten Strategien in ihren jeweiligen Bedürfnissen begegnet wird.

Double Impact – Investitionen mit doppelter Wirkung

Eine wachsende Anzahl von Investoren sucht seine Kapitalanlagen nicht mehr nur nach der prognostizierten Rendite aus, sondern nach Kriterien, die nachhaltige, soziale und ökologische Aspekte in den Vordergrund stellen.

Bain Capital hat daher mit seiner Double-Impact-Reihe ein tief in den ESG-Kriterien verwurzeltes Anlageprodukt konzipiert, das positive, konstruktive und nachhaltige Geschäftsmodelle zum Ziel hat.

Ausgewählt werden Ziele, die sich durch Exzellenz im Umgang mit Mitarbeitern, im Dienst an der Gemeinschaft (Communities) und der Umwelt auszeichnen.

Ein aktuelles Beispiel aus dem Jahr 2022 ist das Fundraising in Höhe von 30 Mio. USD für „FreeWill“, eine sozial tätige Firma für an Spezialbedürfnisse angepasste Immobilienplanung.

Die Kapitalanlagen in diesem Bereich sollen also neben einer wettbewerbsfähigen Rendite für die Anleger (Impact 1) auch ethischen Anlagekriterien entsprechen und hier messbare Auswirkungen zeitigen (Impact 2 -> Double Impact).

Crypto – Investments in digitale Transformationsprozesse

Das Internet steht nach der Überzeugung von Bain Capital an der Schwelle eines Wandels zu offenen, gemeinschafts-basierten und dezentralen Diensten.

Der Finanz-Investor spricht von einer richtungsweisenden Veränderung, die eine der wichtigsten momentanen Entwicklungen seit Entstehung des Internets bedeute.

In dieser Situation bietet sich Bain Capital Crypto als erfahrener Investor zur Entwicklung und Ausformung der entstehenden neuen Teams und Anbieter an, um sie mit bewährten, aber durchaus den Erfordernissen angepassten Management-Strategien auf den neuen Pfaden zu geleiten.

Auch Unternehmen der digitalen Crypto-Währungsszene gehören zu den Akquisitionen.

Insurance – Versicherungen

Der mit ca. 27 Billionen USD enorm bedeutende Versicherungssektor ist stark fragmentiert und damit interessantes Objekt gezielter Investitionen in beide Richtungen.

Zum einen screent Bain Capital Insurance den Markt nach lohnenden Investment-Gelegenheiten für Versicherungs-Unternehmen, zum anderen bietet der Finanzinvestor auf dem Hintergrund seiner langjährigen Marktkenntnis und der vielen geknüpften Querverbindungen eigene Lösungsstrategien für Versicherungen an.

Besonderheiten und Kritik an Bain Capital

Als Pionier einer Branche können im Prinzip weder Fehlschläge noch Kritik ausbleiben: Wer neue Wege geht, kann nicht jede mögliche Entwicklung für seine Kalkulationen und Prognosen antizipieren, und im Zuge dessen werden kritische Stimmen immer Ansatzpunkte und Nahrung finden.

Bain Capital kommt, und das ist eine Besonderheit und Stärke, ursprünglich stark aus dem Venture-Capital-Bereich und hat darin nach wie vor ein festes Standbein.

Gerade in der Anfangszeit des Finanzinvestors paarten sich allerdings durchaus Erfolge und Misserfolge, bis eine gute Grundstrategie gefunden und die richtigen Business-Tools (z.B. Analyse-Instrumente) entwickelt und eingesetzt waren.

Daher wurden, nicht zuletzt im Zuge der verschiedenen Krisen auf den Finanzmärkten bzw. in ausgewählten Wirtschaftssektoren, immer wieder einmal sehr kritische Stimmen laut, die dem Finanzinvestor geradezu die Zerstörung seiner Zielunternehmen durch Gewinnabschöpfung (=Abzug von Liquidität) zum Vorwurf machten.

Bain Capital hat aufgrund seiner langjährigen und erfolgreichen Marktpräsenz die Erfahrungen der verschiedenen Krisen in die Unternehmensphilosophie und -strategie aufgenommen.

Ausdruck dieser Veränderungen sind nicht zuletzt die Implementierung der ESG-Kriterien für sozial- und umweltverträgliche Unternehmensführung und Investmentstrategien.

Dazu zählt auch die Auflage des Double-Impact-Programms für ertragstarke Investitionen in sozial und/oder ökologisch tätige Firmen.

Internetauftritt Bain Capital

www.baincapital.com

Beispielbild einer Büroimmobilie mit Glasfassade im Abendlicht
©-mike-mareen-stock.adobe

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