Die Lage ist besser als die Stimmung
So wie in Fachkreisen klar erkennbar die Stimmung an den meisten Aktienmärkten deutlich besser als die fundamentale Lage ist, so ist es im Bereich Private Equity im Segment der Small- und Midcap-Investments wohl immer noch genau andersherum.
Wir wissen aus den Gesprächen mit unseren Experten im Netzwerk und seitens der Produktanbieter, dass die aktuellen Kaufgelegenheiten als überdurchschnittlich attraktiv eingestuft werden. Man trifft also auf substanzstarke Unternehmen, die von den Fondsmanagern oftmals zu niedrigeren Bewertungen erworben werden können als vergleichbare Unternehmen vor einigen Jahren. Derartige Marktphasen haben sich in der Rückschau oft als gute Einkaufsjahrgänge herausgestellt. Die Herausforderung ist, dass Anleger trotz eingetrübter Stimmung aktiv werden müssen, also ein Stück weit antizyklisches Agieren gefragt ist. Unsere Partner in diesem Bereich berichteten von dem Branchentreff SuperReturn in Berlin vorletzte Woche. Dort treffen sich rund 10.000 unterschiedliche Marktteilnehmer und Entscheidungsträger des Venture-Capital- und Private-Equity-Bereichs aus der ganzen Welt. Es bietet sich dementsprechend ein repräsentatives Bild zur Marktlage. REIA Capital, ein von uns empfohlener Dachfondsmanager berichtete uns zusammenfassend unter anderem:
Die Stimmung ist besser – aber kein Grund zur Euphorie. „Weniger Krisenrhetorik, mehr Chancendenken. Geopolitische Unsicherheiten und Inflationsrisiken bleiben jedoch reale Bremsen für Transaktionen und damit auch für das Fundraising. Genau in solchen Phasen entstehen aus unserer Erfahrung die attraktivsten Einstiegszeitpunkte.“
Wie lange wird das Zeitfenster mit gesunkenen Ankaufsbewertungen offen bleiben?
Diese Frage stellen zögerliche Gesprächspartner immer wieder. Wir finden aber, gerade bei den von uns empfohlenen Dachfondslösungen ist ein zielführendes Merkmal, dass der Ankauf des Unternehmensportfolios über mehrere Jahre verteilt stattfindet und man sich daher keine detaillierten Gedanken zum Timing machen sollte. Es geht mehr um die Grundsatzentscheidung, das Engagement in der Anlageklasse auszubauen oder ggf. zu starten. Wenn man das in einer Phase eher eingetrübter Marktstimmung macht, steigen die Chancen auf einen noch besseren Verlauf. Nicht mehr und nicht weniger.
Warum investieren Hörtkorn-Kunden in den letzten Jahren so viel in Private Equity?
Viele Entscheidungen werden natürlich sehr differenziert von den Kunden getroffen und haben etliche Beweggründe. Die folgenden drei Hauptgründe für Investments in den von uns empfohlenen Dachfondslösungen werden am meisten erwähnt:
- Die sehr hohe Zielrendite – die von den Fondsanbietern mit 15 % IRR in Aussicht gestellt wird.
- Die kürzere Kapitalbindung als bei den meisten Immobilieninvestments.
- Keine Klumpenrisiken – also breite Streuung und damit eine Art strukturelles Sicherheitsnetz innerhalb des Dachfonds und ein Fokus auf Investments im (meist europäischen) Ausland.
Auf diese drei Punkte möchten wir daher heute noch einmal für Sie eingehen.
Sind 15 % IRR-Zielrendite zukünftig noch realistisch?
Die beim Private Equity ausgewiesenen Renditen werden traditionell mit zwei Kennziffern formuliert, dem Money Multiple und der IRR, also der Internal Rate of Return.
Auf Deutsch ausgedrückt ermittelt dieses IRR-Verfahren den internen Zinsfuß für das tatsächlich im Fonds gebundene Kapital, und zwar explizit für die Zeit, die es bis zur Rückzahlung im Fonds arbeitet, und wird dann hochgerechnet auf eine Rendite p. a.
Würden also in einem halben Jahr aus 100 Euro Anlagebetrag 115 Euro werden, weist der interne Zinsfuß eine Rendite von 30 % aus, da das Verfahren die kurze Kapitalbindung hochrechnet auf eine Ganzjahresrendite. Wäre Ihr Kapital von 100 Euro nach drei Jahren bei 150 Euro Gegenwert, läge die IRR ungefähr bei 15 %. Man sieht, eine IRR von 15 % wäre unterm Strich viel interessanter als eine von 30 %, wenn diese nur für eine kurze Zeit auf das Kapital anwendbar ist. Daher ist es angeraten, bei Private-Equity-Investments neben der IRR vor allem auf den tatsächlichen Mittelrückfluss zu achten. Der Money Multiple, also der zu erwartende Gesamtmittelrückfluss, ist für 99 % unserer Kunden de facto wichtiger als die IRR.
Die kurze Antwort auf die Frage der Überschrift lautet unseres Erachtens: JA. Historisch haben die von uns hauptsächlich empfohlenen Manager von Astorius und REIA sogar höhere Renditen für die Anleger erzielen können. Das ist natürlich keine Garantie für die Zukunft, gefällt uns jedoch, da wir mit etlichen Anlegern schon investiert waren und daran partizipieren konnten.
Die kurze Kapitalbindung
Da die von uns empfohlenen Dachfonds-Managern sehr darauf achten, das Kapital effektiv arbeiten zu lassen, finden die Abrufe schrittweise statt. Sobald die identifizierten Zielfonds Unternehmen kaufen, erhält der Dachfonds Kapitalabrufe und löst wiederum einen Kapitalabruf bei unseren Investoren aus. In der Regel wird das Kapital daher vom Investor über 4 Jahre verteilt mit meist 2 bis 3 Einzahlungen pro Jahr eingebracht. Anleger waren bei von uns empfohlenen Beteiligungsprogrammen in der Vergangenheit daher nur kurze Zeit voll investiert. Bereits nach 7 bis 8 Jahren waren die Rückflüsse größer als die Einlage und es bestand keine Kapitalbindung mehr. Alle Folgeausschüttungen sind Überschuss. Tatsächlich ist das ein bedeutsames Motiv für etliche Anleger, sich mit Dachfonds in der Anlageklasse zu engagieren. Man kennt zwar die genaue Höhe und den Zeitpunkt der Rückflüsse nicht, es ist jedoch systematisch so, dass diese hauptsächlich zwischen dem 5. und dem 10 Jahr stattfinden.
Gute Ergänzung zu Immobilieninvestments
Historisch haben wir mit Abstand die meisten Investments im Bereich Immobilien umgesetzt. Wir wissen, dass unsere Stammkunden in den letzten Jahren Private-Equity-Investments besonders oft und gern als Ergänzung eingesetzt haben, da man nicht nur eine Streuung auf eine andere Anlageklasse, sondern ein komplett anderes Liquiditätsprofil in diesem Konzept hat. Während man bei Immobilienfonds in der Regel 100 % zum Start einzahlt, dann laufende Ausschüttungen erhält und beim Verkauf eine große Rückzahlung bekommt, ist es bei Private Equity in der Einzahlungsphase fast wie bei einem größeren Sparplan, mit dem man schrittweise in 3–4 Jahren sein Engagement aufbauen kann und dann die Rückflüsse sehr viel kompakter und schneller als bei den meisten Immobilienfonds erhält. Auch wenn die Laufzeit der Private-Equity-Fonds meist mit 12 Jahren angegeben wird, so ist es realistisch, aus den prognostizierten Ausschüttungen nach 7 bis 8 Jahren seine Einlage zurückerhalten zu haben. Der von uns mindestens erwartete Gesamtmittelrückfluss zum Ablauf der Fonds liegt übrigens bei dem 1,5-Fachen der Einlage, was einer IRR von ungefähr 10 % entspricht. Historisch haben die von uns empfohlenen Manager eher mindestens eine Verdoppelung für die Anleger erzielen können, was der prospektierten und von den Anbietern in Aussicht gestellten 15 %-IRR entspricht.
Punkt 3 – kein Klumpenrisiko
Tatsächlich gefallen unseren Anlegern zwei Dinge an diesem Entscheidungsgrund. Der erste ist offenkundig: Über die Dachfondslösungen ist man schlussendlich an 60 bis 100 Unternehmen aus dem Mittelstand beteiligt. Nahezu alle diese Unternehmen sind profitabel und wachstumsstark und haben bereits etablierte Geschäftsmodelle. Man engagiert sich also genau dort, wo die Säulen der jeweiligen Volkswirtschaft liegen und von echten Menschen mit realen Produkten und Dienstleistungen bei deren Kunden alltagsrelevante Leistungen erbracht werden. Keine übertriebene Fantasie und Zukunftsvision, sondern eine Weiterentwicklung bereits erfolgreicher Geschäftsmodelle ist die Quelle der hohen Zielrenditen im Private Equity – zumindest so, wie wir es in Dachfondslösungen unserer empfohlenen Partner sehen wollen. Diese breite Streuung in Substanz bietet unseres Erachtens eine attraktive Komponente der „strukturellen Sicherheit“, wie wir es nennen. Auch wenn Ausschüttungszeitpunkte und die genauen Höhen nicht prognostizierbar sind, so ist es doch vollkommen unrealistisch, dass fortan diese Säulen einer jeden Volkswirtschaft kollektiv nicht mehr profitabel sein sollten.
Ein weiterer Punkt in der Vermeidung von Klumpenrisiken stellte sich in Gesprächen mit Kunden heraus. Unsere Private-Equity-Partner haben bei den Europa-Fonds hauptsächlich das europäische Ausland im Fokus. Man kennt unsere Zielgruppe und den typischen Anleger, dessen Vermögensportfolio meist ein starkes Übergewicht in Deutschland aufweist. Die eigene Immobilie oder auch andere Immobilienbestände, gegebenenfalls das eigene Unternehmen und auch andere Vermögenswerte sind oftmals in Deutschland gebündelt.
Der Fokus auf das europäische Ausland gefällt uns daher. Es wird ein struktureller Beitrag zu breiterer Streuung des Gesamtvermögens geleistet. Und zudem erscheinen uns zugegebenermaßen einige europäische Länder bis auf Weiteres auch attraktiver für Private-Equity-Engagements als unser Heimatmarkt.
Fazit
Alles unterliegt Zyklen, so auch der Private-Equity-Markt, der Aktienmarkt usw. Wir sehen aktuell eine gute Gelegenheit, in diesem Segment, das im Zyklus gerade eher weiter unten liegt (Private Equity), gute Kaufgelegenheiten zu nutzen.
Zeitgleich ist ein anderer, sehr bedeutsamer Markt offenkundig hoch im Zyklus, nämlich der Aktienmarkt mit Fokus auf die USA und Künstliche Intelligenz und zuletzt Raumfahrt. Wir wissen natürlich nicht, wie lange die Kurssteigerungen in diesem Segment weiterlaufen werden.
Wir erinnern uns allerdings noch an 1999 bis 2002. Wer damals im Oktober 1999 in Aktien des Neuen Marktes investierte, verdoppelte sein Kapital in den folgenden 6 Monaten noch einmal, bevor es dann bis zum Oktober 2002 um 96 % nach unten fiel. Auch wenn heute die Rahmenbedingungen anders sind und wir keinerlei Parallelen ziehen können, so soll diese historische Erfahrung geteilt werden: Nämlich, dass in einem spekulativen Umfeld die Kurse noch erheblich weiter nach oben laufen können, Korrekturen jedoch auch schmerzlich ausfallen können.
Wir glauben daran, dass die Art, wie unsere empfohlenen Dachfondsanbieter die Fonds umsetzen, eine höhere Krisenresilienz im Gesamtvermögensportfolio bewirken kann. Wir sehen es eher als Value-Investment, denn als Spekulation.
Mit der relativ kurzen Kapitalbindung und den komprimierten Mittelrückflüssen in der Zeit zwischen dem 5. und 10. Jahr der Fondslaufzeit sollen diese Fonds zudem auch für viele Menschen in deren Finanzplanung attraktiv sein. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Höhe und genauen Zeitpunkte nicht konkret planbar sind, gleichwohl jedoch, dass der Großteil aller Rückflüsse im vorgenannten Zeitfenster zurückkommen wird. Das gefällt vielen Anlegern als Baustein für deren eigene Finanzplanung und als Ergänzung zum Immobilienportfolio, das in der Regel zwar stetig und besser planbar ist, aber erheblich geringere Ausschüttungen leistet.
Sollte Private Equity in Ihrem Vermögensportfolio noch nicht angemessen repräsentiert sein oder wenn Sie schlicht das von uns heute hoffentlich transparent dargelegte attraktive Umfeld für Ihren Portfolioaufbau nutzen wollen, so zögern Sie nicht, auf uns zuzukommen.
Für den direkten Kontakt zu uns können Sie das Kontaktformular oder das Telefon (+49) 07131 949-206 wählen.
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Juni 2026


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