Erneuerbare Energien als Investment: Zwischen Lernkurve, Regulierung und neuen Chancen
Ein Thema mit Geschichte – und gemischten Erfahrungen
Erneuerbare Energien sind für uns kein neues Terrain. Seit vielen Jahren begleiten wir entsprechende Investmentlösungen – allerdings nie in der gleichen Tiefe und Konsequenz wie etwa Immobilienfonds oder Private-Equity-Beteiligungen.
Das hat Gründe.
Die Leistungsbilanz vieler Fonds in diesem Segment war – insbesondere in den frühen Jahren – durchwachsen. Auch wir haben in Einzelfällen Empfehlungen ausgesprochen, die hinter den Prospektplanungen und unseren eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind.
Das gehört zur Realität dieses Marktes – und ist Teil unserer eigenen Lernkurve.
Gleichzeitig wäre es wenig zweckmäßig, daraus ein pauschal negatives Urteil abzuleiten, denn ebenso existieren Fonds und Anbieter, die über viele Jahre hinweg stabil und über Plan performt haben. Auch wir haben Fondsanteile des Anbieters Ökorenta schon vor über zehn Jahren an unsere Investoren vermittelt und können jetzt auf überplanmäßige Ausschüttungsverläufe und genutzte Steuervorteile zurückschauen. Allerdings befinden sich die Volumina unserer Vermittlungen nicht ansatzweise in den Dimensionen wie bei den Immobilienfonds, wo wir mehrere hundert Millionen mit unseren Kunden investiert und uns über drei Dekaden einen in der Branche anerkannten Expertenstatus erarbeitet haben.
Der entscheidende Unterschied zwischen den Anlageklassen und den spezifischen Fonds liegt – wie so oft – in Struktur, Auswahl und operativer Qualität. Einige unserer Erkenntnisse der tiefer gehenden Analysen der letzten Monate teilen wir nun hier mit Ihnen.
In den letzten Jahren hat sich das Umfeld für erneuerbare Energien fundamental gewandelt – und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
Politisch und regulatorisch
Sowohl auf EU-Ebene als auch in Deutschland wurden ambitionierte Ziele formuliert: CO2-Neutralität, Ausbau erneuerbarer Energien und – nicht zuletzt seit dem Krieg in der Ukraine – eine deutlich höhere Energieautarkie.
Diese Zielsetzungen sind schon lange nicht mehr nur abstrakte Appelle oder Ankündigungen, sondern haben inzwischen zu konkreten gesetzlichen Anpassungen geführt.
Ein Beispiel ist die deutliche Vereinfachung von Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen unter der politischen Initiative von Robert Habeck. Die Folge: eine signifikant steigende Zahl an Neugenehmigungen und Projektentwicklungen.
Chance im aktuellen Zeitfenster für Investoren
Daraus resultierend öffnet sich für Anleger aktuell ein interessantes Zeitfenster für Investments in diesem Segment. Projektentwickler haben mehr Projekte genehmigen lassen, als jetzt von ihnen umgesetzt werden können. Um Kapital für andere Projekte freizusetzen, werden aktuell zu attraktiven Preisen Windkraftanlagen aus dem Eigenbestand der Projektentwickler und Betreiber verkauft. An diesen Sondersituationen können Anleger mit von uns empfohlenen Fonds partizipieren.
Technologisch und operativ
Die Effizienz der Anlagen hat sich spürbar verbessert. Das Verhältnis von notwendigem Investment zu erzielbaren Stromerlösen hat sich gravierend verändert. So sehen wir, dass einige Fondskonzepte in ihren Annahmen noch mit 5 EUR-Cent pro kWh kalkulieren, obwohl die Preise seit einiger Zeit höher liegen und die Planungssicherheit gut zu sein scheint.
Gleichzeitig sind Planungs- und Bauprozesse standardisierter geworden. Der Dealflow neuer Projekte ist als robust zu bezeichnen, auch wenn der politisch definierte Bedarf in der atomkraftfreien Zeit in Deutschland noch deutlich höher eingestuft wird.
Ökonomisch
Steigende Energiepreise und strukturelle Nachfrage sorgen für ein stabileres Marktumfeld. Wie Sie der Grafik oben entnehmen können, liegen die börsentäglich erzielbaren Strompreise seit nunmehr 5 Jahren konstant weit über den meist in Planrechnungen unterstellten 5 EUR-Cent/kWh.
Sicherheitsnetz: Das EEG – Fundament der Planbarkeit
Ein zentraler Baustein für das Verständnis dieses Marktes ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Vereinfacht gesagt regelt das EEG, dass Betreiber von Anlagen für erneuerbare Energien eine garantierte Mindestvergütung für den eingespeisten Strom erhalten können – meist über einen langen Zeitraum. Für ältere Anlagen wurden noch Festpreise für 20 Jahre (und länger) zugesagt. Heute bzw. bei neueren Anlagen greifen zwei Punkte, die Berechenbarkeit an zwei wichtigen Stellschrauben eines jeden Investments bringen. Das sogenannte „Marktprämienmodell“ gewährt die Höhe eines Mindestpreises und die „vorrangige Abnahmegarantie“ für den Strom garantiert, dass der Strom auch zu jedem Zeitpunkt verkauft werden kann. Zwei in jedem anderen Geschäftsmodell ansonsten bestehende Kernrisiken sind damit auf Basis gesetzlicher Vorgaben für Investoren schon einmal komplett beseitigt.
Für Investoren bedeutet das:
- Planbare Einnahmeströme über viele Jahre
- Reduzierte Abhängigkeit von kurzfristigen Marktpreisschwankungen
Damit entsteht ein Profil, das sich – bei konservativer Strukturierung – deutlich von klassischen unternehmerischen Risiken unterscheidet.
Wie sind jüngsten Aussagen von Katherina Reiche, der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, zu deuten?
Frau Reiche spricht zuletzt oft von einem „anderen Ordnungsrahmen“ bei Erneuerbaren Energien. Ihre unseres Erachtens berechtigte Kritik distanziert sich von ideologischer Energiepolitik und fordert systemdienliche Steuerungen und Förderungen von Investitionen. Sie würdigt in ihrer Position, dass Energie nur im Zusammenspiel von grundlastfähigen Energiegewinnungsverfahren (fossile Brennstoffe und Atomenergie) und erneuerbaren Energien erfolgen kann. Diesen von ihr geforderten „Pragmatismus und Realismus“ befürworten wir als Investoren und offen gesprochen auch als Steuerzahler. Förderungen sollten immer und ausschließlich effektiv eingesetzt werden. So sind unseres Erachtens aus den Äußerungen von Frau Katherina Reiche vor allem zwei Dinge zu erwarten. Zum einen, eine Neuordnung der Förderungen. Das spielt für neue Anlagen eine Rolle und kann gut von Investoren berücksichtigt werden. Zum anderen eine zunehmende Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtkonzeptes im Energiesystem in Deutschland. In dem Kontext kündigte sie Ende März 2026 an, im Rahmen des Windenergie-an-Land- Konzeptes einen „Boost von bis zu zwölf Gigawatt bis 2030“ fördern zu wollen. Die Äußerungen fließen natürlich in unsere Analysen ein. Wir schlussfolgern, dass einiges in den kommenden Jahren anders wird, dass es aber voraussichtlich sogar interessanter wird und nicht schlechter. Umso mehr gilt es, da Frau Reiche den Atomausstieg als großen ökonomischen Fehler einordnet und ein Wiedereinstieg aktuell unwahrscheinlich ist sowie einen langen Vorlauf erfordern würde, erneuerbare Energiequellen zu erschließen, da dies erheblich schneller möglich ist.
Charakteristik als Investment: Substanz, Cashflow, Steuerstruktur
Wenn wir das Segment heute differenziert betrachten, zeigt sich uns ein klares Bild, das uns auch veranlasst hat, zuletzt deutlich mehr Rechercheaktivitäten und unsere Ressourcen in das Themengebiet zu investieren:
Stabile Cashflows
Garantierte langfristige Stromabnahmeverträge und EEG-Strukturen mit Mindestpreisgarantien sorgen für eine hohe Planungssicherheit.
Überschaubare operative Risiken
Im Vergleich zu vielen anderen unternehmerischen Beteiligungen sind die operativen Prozesse im Betrieb einer Anlage (Solar, Wind, Wasser, Biogas) standardisiert und nach unseren Erkenntnissen technisch gut beherrschbar.
Steuerliche Besonderheiten
Ein oft unterschätzter Aspekt: Beteiligungen an entsprechenden Fonds ermöglichen es, Vermögenswerte unter bestimmten Voraussetzungen komplett steuerfrei im Rahmen von Schenkungen oder Erbschaften zu übertragen.
WICHTIG: Das gilt unabhängig von klassischen Freibeträgen in unbegrenzter Höhe.
Solche Fonds bieten also nicht nur eine auskömmliche Ausschüttung und Rendite (Zielrenditen der meisten Fonds liegen bei ca. 5 % bis 7 % p. a.), sondern es entsteht hier ein strategischer Baustein innerhalb der Vermögensstruktur und der generationenübergreifenden Vermögens- und Nachfolgeplanung.
Warum wir das Thema heute anders und bedeutsamer bewerten als in der Vergangenheit
Drei Faktoren haben uns vor etwas mehr als einem halben Jahr veranlasst, das Thema höher zu priorisieren:
- Reflexion unserer eigenen Erfahrungen – auch aus Fehlentscheidungen
- Die Marktreife des Segments – sowohl auf Anbieter- als auch auf Projektebene
- Struktureller Rückenwind durch Politik und Regulierung (auch vor dem Krieg)
Unsere heutige Einschätzung basiert nicht auf einem kurzfristigen Trend. Es könnte so aussehen, dass wir opportunistisch auf den Zug aufspringen, weil durch den aktuellen Krieg im mittleren Osten die Relevanz von Energie omnipräsent ist. Dem ist aber nicht so, denn wir haben bereits vor ungefähr einem halben Jahr angefangen, uns recht intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen, unsere eigene Leistungsbilanz zu hinterfragen, detaillierter hinter die Kulissen zu schauen und auch noch einmal eine umfassendere Due Diligence der Initiatoren zu machen. Sie wissen ja, was wir immer wieder sagen:
„Der Koch ist entscheidend, nicht die Speisekarte“
Am Ende muss der für das Management verantwortliche Anbieter in seinem Spezialgebiet überzeugen.
Als auf Sachwertinvestments spezialisiertes Haus betrachten wir erneuerbare Energien heute differenzierter – und in vielen Fällen auch konstruktiver als noch vor einigen Jahren. Einiges würden wir nicht mehr anfassen und empfehlen. Themen wie Windkraft, Solarenergieanlagen oder auch Energiespeichersysteme finden wir attraktiv.
Dieser Investment-Bereich dient nicht als Ersatz für andere Anlageklassen, aber als ergänzender Baustein mit eigenständigem Risiko-Rendite-Profil. Ähnlich wie bei Qualitätsimmobilien können Anleger in diesem Segment auch mit robusten Cashflows und Steuerprivilegien rechnen.
Fazit: Ein Markt, der leiser geworden ist – und genau deshalb interessanter
Auffällig ist, dass viele der aktuellen Entwicklungen von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Während andere Themen medial dominieren, entstehen im Hintergrund Rahmenbedingungen, die für Investoren langfristig relevant und kassenwirksam sind – so unsere Meinung. Gerade diese Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und tatsächlicher Entwicklung macht das Segment derzeit bemerkenswert und bietet ein Zeitfenster für gute Deals. Wir werden daher im Sinne unserer Kunden viel Aufmerksamkeit in diesem Bereich behalten und beabsichtigen, fortlaufend qualifizierte Empfehlungen in Fonds für Sie zugänglich zu machen.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es
Wenn Sie sich dafür interessieren, wie sich diese Entwicklungen konkret in Investments abbilden lassen, welche Anbieter und Strukturen sich in der Praxis bewährt haben, und wie eine Einbindung in bestehende Vermögensstrukturen aussehen kann, stehen wir Ihnen für einen vertiefenden Austausch gerne zur Verfügung.
Es gibt aktuell Investments ab 20.000 Euro die empfehlenswert sind und Private Placements. Für beide sind wir gesprächsbereit und freuen uns von Ihnen zu hören oder zu lesen.
Sollten Sie für diese attraktive Anlageklasse ein Anlagebudget von über 200.000 Euro haben, so empfehlen wir Ihnen zeitnah einen Blick auf ein aktuell noch bis Ende April investierbares Private Placement zu werfen. Dieser Fonds bündelt Bestandsanlagen im Photovoltaik-Bereich für die Investoren und erfüllt die Anforderungen für eine Empfehlung seitens Hörtkorn Finanzen.
ACHTUNG: Der Fonds ist allerdings nur noch bis Ende April für Neuzeichnungen geöffnet.
Wenn Sie sich zeitnah bei uns melden, besprechen wir die Details mit Ihnen und geben Ihnen alle entscheidungsrelevanten Informationen, damit Sie in Ruhe ein Investment prüfen und mit uns umsetzen können.
Peter Friedenauer
Geschäftsführer
Hörtkorn Finanzen GmbH
Für den direkten Kontakt zu uns können Sie das Kontaktformular oder das Telefon (+49) 07131 949-206 wählen.
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Hier finden Sie unsere aktuelle Investmentauswahl.
Stand: April 2026
Haben Sie Fragen, Anregungen, Meinungen oder Diskussionsbedarf?
Wir helfen Ihnen gerne weiter und sind offen für jeden Dialog.
Egal ob Fragen zum Einsatz von Fremdkapital bei Sachwertinvestments oder zu geschlossenen Immobilienfonds allgemein
– wir beantworten Ihnen stets alle Ihre Fragen und stehen als Gesprächspartner zur Verfügung.



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