Alle schauen auf KI
Wo Anleger noch freie Räume finden können
Die KI ist die große Figur unserer Zeit. Doch gerade weil sie fast den gesamten Blick auf sich zieht, lohnt sich für Anleger eine zweite Frage: Wo entsteht ihre wirtschaftliche Wirkung – und wo ist sie noch nicht vollständig eingepreist?
Der Torwart bindet den Blick
Vor einem Elfmeter steht der Torwart genau dort, wo der Schütze hinschaut. Er bewegt sich, macht sich groß und bindet die Aufmerksamkeit.
An den Kapitalmärkten übernimmt die künstliche Intelligenz derzeit die Rolle dieser Figur. Große Plattform-, Halbleiter- und Cloudkonzerne beherrschen Schlagzeilen, Kapitalströme und Anlegerfantasie.
Das ist nachvollziehbar: Sie liefern die Modelle, Chips und Rechenzentren, ohne die der Umbruch nicht stattfinden könnte. Zugleich spiegeln ihre Kurse bereits sehr hohe Erwartungen an Wachstum und Ertrag. Je größer die Aufmerksamkeit, desto kleiner kann der Spielraum für positive Überraschungen werden.
Für Anleger verschiebt sich deshalb die entscheidende Frage. Nicht: Wird KI wichtig? Sondern: Wo wird aus technischer Möglichkeit ein messbarer wirtschaftlicher Nutzen – und welche Unternehmen erhalten dafür bislang vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit?




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