Eine Sache ist uns vorab wichtig:
Aus vielen Gesprächen mit Kunden sehen wir uns immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob Investitionen in erneuerbare Energien oder die Energiewende insgesamt vor allem eine „grüne Ideologie“ widerspiegeln.

Aus unserer Sicht greift diese Einordnung jedoch zu kurz. Für uns sind Investitionen in Energieinfrastruktur absolut keine Glaubensfrage, sondern wir orientieren uns ausschließlich an realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, technischen Notwendigkeiten und letztlich an Rentabilitätskriterien. Aber am besten lesen Sie selbst:

 

Deutschlands Energiemix: ein komplexes System

Der deutsche Strommix hat sich in den vergangenen Jahren fundamental verändert. Während 2020 noch konventionelle Energieträger die Stromerzeugung dominierten, hat sich der Anteil erneuerbarer Energien inzwischen auf ein neues strukturelles Niveau verschoben.

So lag im vergangenen Jahr (2025) der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bei rund 55–59 % – je nach Abgrenzung der Statistik. Damit stammt heute bereits mehr als jeder zweite eingespeiste Kilowattstunde Strom aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse.

Die nebenstehende Grafik schlüsselt die aktuellen Zahlen Januar – April 2026 detailliert auf.

Innerhalb des Energie-Mixes zeigt sich jedoch eine zunehmende Verschiebung:

  • Windenergie blieb 2025 mit rund 130–134 TWh weiterhin die größte Einzelquelle, verzeichnete jedoch witterungsbedingt einen leichten Rückgang.
  • Photovoltaik legte dagegen stark zu und erreichte mit rund 70 TWh ein neues Rekordniveau (+17 % gegenüber dem Vorjahr).
  • Gleichzeitig stieg der Anteil konventioneller Energieträger wieder leicht auf rund 41 % an, insbesondere durch Erdgas.

Besonders interessant ist die Dynamik im Bereich der Photovoltaik, deren installierte Leistung in den letzten Jahren massiv ausgebaut wurde.

In bestimmten Stunden entstehen hier bei hoher Sonneneinstrahlung bereits heute klar erkennbare Überkapazitäten, die die Nachfrage deutlich übersteigen.

Während aber die installierte Leistung im Bereich Solar und Wind stark wächst, ist das Stromsystem weiterhin auf planbare Grundlast und flexible gesicherte Leistung angewiesen. Diese Grundlast wurde über Jahrzehnte vor allem durch konventionelle Kraftwerke wie Kohle- und Gaskraftwerke bereitgestellt.

Mit dem Rückbau konventioneller Kapazitäten verändert sich jedoch die Systemarchitektur. Insbesondere Gaskraftwerke übernehmen zunehmend die Rolle flexibler Back-up- und Spitzenlastkraftwerke. Gleichzeitig sind neue konventionelle Kapazitäten mit erheblichen Vorlaufzeiten verbunden, sodass kurzfristige Anpassungen der gesicherten Leistung kaum möglich sind.

Die Folge ist ein zunehmend ausgeprägtes Wechselspiel zwischen Phasen hoher Einspeisung – insbesondere durch Solar- und Windenergie – und Phasen relativer Knappheit im System. Diese großen Schwankungen sind kein Randphänomen mehr, sondern ein strukturelles Merkmal des heutigen Energiesystems.

Die strukturelle Komplexität des Stromsystems zeigt sich besonders deutlich in Extremsituationen wie der vergangenen Hitzewelle. Am Day-Ahead-Markt stieg der Strompreis abends zeitweise auf rund 750 Euro pro Megawattstunde – ein Vielfaches des üblichen Preisniveaus, zuletzt erreicht im Dez 24 (also erklärbarerweise im Winter) bzw. im Sommer 2022 während der durch den Ukrainekrieg ausgelösten Energiekrise.

Die Ursachen hierfür sind nicht monokausal, sondern ergeben sich aus dem gleichzeitigen Auftreten mehrerer Engpassfaktoren:

  1. Außergewöhnlich hohe Nachfrage

Hitzeperioden führen zu stark steigender Stromnachfrage, insbesondere durch Kühl- und Klimatisierungslasten in Haushalten, Gewerbe und Industrie. Hinzu kommt momentan die Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA: Die Spiele versammeln Millionen Menschen vor den TV-Geräten und in der Gastronomie, werden aber meist erst ab den Abendstunden übertragen.

  1. Zeitliche Erzeugungslücke zwischen Solar- und Windstrom

Während mittags hohe PV-Einspeisung vorliegt, bricht diese am Abend abrupt weg. Gleichzeitig war die Windstromproduktion in der betrachteten Phase unterdurchschnittlich. Dadurch entsteht genau in den Abendstunden eine ausgeprägte Versorgungslücke.

  1. Reduzierte Verfügbarkeit konventioneller Kraftwerke durch Wartung

Ein Teil der konventionellen Kraftwerksflotte steht im Sommer regelmäßig nicht zur Verfügung, da Wartungsarbeiten bewusst in Zeiten geringerer erwarteter Last gelegt werden. Genaue Gesamtzahlen variieren saisonal, doch Netzbetreiber weisen regelmäßig darauf hin, dass mehrere Gigawatt gesicherter Leistung in solchen Phasen nicht abrufbar sind.

  1. Eingeschränkte Einsatzbereitschaft von KWK-Anlagen

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind im Sommer häufig wirtschaftlich weniger attraktiv, da die gekoppelte Wärmenachfrage fehlt. Ein Teil dieser Anlagen reduziert daher die Einspeisung oder wird zeitweise nicht betrieben.

  1. Ökonomische Grenzen kurzfristiger Spitzenlastbereitstellung

Konventionelle Spitzenlastkraftwerke werden nur für wenige Stunden benötigt. Bei sehr kurzen Einsatzzeiten sinkt jedoch die Wirtschaftlichkeit, wodurch nicht alle theoretisch verfügbaren Kapazitäten tatsächlich am Markt aktiv sind.

Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von der „Hitzeflaute“, wenn die eben genannten Faktoren zusammenkommen und für Engpässe auf dem Strommarkt sorgen.

Der Strompreis bildet heute daher nicht mehr nur die durchschnittliche Erzeugung ab, sondern vor allem die Fähigkeit des Systems, große Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage kurzfristig zu kompensieren.

Genau hier gewinnt ein weiterer Baustein zunehmend an Bedeutung: Batteriespeicher. Sie ermöglichen es, kurzfristige Überangebote aus Zeiten hoher Solarproduktion aufzunehmen und diese gezielt in knappen Marktphasen wieder bereitzustellen. Damit wirken sie als technisches und ökonomisches Bindeglied in einem System, das durch erneuerbare Überkapazitäten auf der einen und Knappheitssituationen auf der anderen Seite geprägt ist.

Möglichkeiten und Chancen für Investoren: Flexibilität wird zum entscheidenden Werttreiber

Die beschriebenen Marktmechanismen verdeutlichen einen strukturellen Wandel: Entscheidend ist nicht mehr allein die Menge erzeugter Energie, sondern deren zeitliche Verfügbarkeit und Steuerbarkeit.

Klar ist: Auf der Seite der klassischen „Energiesicherheit“ – also steuerbarer Großkraftwerke wie neuen Gaskraftwerken oder Kernenergie – bestehen für private Investoren in Deutschland nur sehr begrenzte direkte Beteiligungsmöglichkeiten. Diese Infrastruktur wird überwiegend staatlich geplant, reguliert oder durch große Energieversorger mit langfristigen Kapazitätsmechanismen getragen.

Anders stellt sich die Situation im Bereich der erneuerbaren und flexiblen Infrastruktur dar:

  • Solar- und Windparks bieten weiterhin Investitionsmöglichkeiten im Rahmen langfristiger Stromabnahmeverträge oder Marktmodelle;
  • Vor allem aber entstehen im Bereich der Batteriespeicher (Großspeicher) neue, hoch relevante Geschäftsmodelle.

Daher zwei konkrete Empfehlungen

1. Aktueller ÖKORENTA Fonds

Genau hier setzt die von uns geprüfte und empfohlene Investmentmöglichkeit des aktuellen ÖKORENTA Fonds an. Der angezielte Portfoliomix:

  1. 20% Batteriespeicher
  2. 65% Wind
  3. nur 15% Solar

Damit setzt er auf die zukunftsträchtigsten Modelle im Bereich der Energieinfrastruktur und berücksichtigt die zunehmenden Preisdifferenzen innerhalb eines Tages: niedrige oder sogar negative Preise bei hoher Einspeisung am Mittag stehen immer häufiger sehr hohen Preisen in den Abendstunden gegenüber. Batteriespeicher können genau diese Differenzen nutzen, indem sie Strom günstig speichern und in Hochpreisphasen wieder einspeisen.

Damit werden sie zu einem direkten Profiteur der steigenden Marktvolatilität.

Mit anderen Worten: Vor allem diese Batteriespeicher sind die richtige Stellschraube innerhalb des komplexen Stromversorgungssystems, bei der es sich lohnt, dabei zu sein!

Je stärker der Anteil wetterabhängiger Erzeugung am Gesamtenergiemix wächst und je häufiger Engpasssituationen auftreten, desto größer wird der wirtschaftliche Wert genau solcher Flexibilitätsoptionen.

2. Eine unternehmerische Direktbeteiligung im Bereich Stromversorgung

Wenn Sie eher unternehmerisch veranlagt sind und daher lieber in größerer Unmittelbarkeit in das Segment der Energieversorgung investieren möchten, können wir Ihnen derzeit über unseren Familiy-Office-Kooperationspartner eine sehr interessante Möglichkeit dazu aufzeigen.

Es geht um ein konjunkturunabhängiges Buy-and-Build-Konzept mit vergleichsweise kurzer Laufzeit und interessanter Renditeprognose.

Konkreter Inhalt ist vor allem die Wartung des Stromnetzes auf der letzten Meile zwischen gewerblichem Verbraucher und Netz.

Für den direkten Kontakt zu uns können Sie  das Kontaktformular oder das Telefon (+49) 07131 949-206 wählen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Hier finden Sie unsere aktuelle Investmentauswahl.

Juli 2026

Es handelt sich um eine unverbindliche Werbeinformation. Diese Informationen ersetzen nicht den jeweiligen Verkaufsprospekt. Sie enthalten lediglich Hinweise auf wesentliche Merkmale der Finanzanlagen, die angeboten werden. Alle Angaben wurden mit äußerster Sorgfalt zusammengestellt. Maßgeblich sind jedoch ausschließlich die jeweiligen, veröffentlichten, ausführlichen Emissionsunterlagen (Emissionsprospekt, Basisinformationsblatt bzw. Vermögensanlagen-Informationsblatt sowie evtl. Nachträge). Diese deutschsprachigen Unterlagen können bei Hörtkorn Finanzen GmbH über die unten angegebenen Kontaktdaten kostenlos angefordert werden.

Risiken: Der Erwerb einer Finanzanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Rendite oder der Ertrag, desto größer das Risiko eines Verlustes. Risikofaktoren sind z.B. höhere Kosten als kalkuliert; negative Prognoseabweichungen; geringere Verkaufserlöse bzw. Einnahmen; Änderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen; u. U. Fremdwährungsrisiken.

*gemäß Prognoserechnung

Es handelt sich um eine unverbindliche Werbeinformation. Diese Informationen ersetzen nicht den jeweiligen Verkaufsprospekt. Sie enthalten lediglich Hinweise auf wesentliche Merkmale der Finanzanlagen, die angeboten werden. Alle Angaben wurden mit äußerster Sorgfalt zusammengestellt. Maßgeblich sind jedoch ausschließlich die jeweiligen, veröffentlichten, ausführlichen Emissionsunterlagen (Emissionsprospekt, Basisinformationsblatt bzw. Vermögensanlagen-Informationsblatt sowie evtl. Nachträge). Diese deutschsprachigen Unterlagen können bei Hörtkorn Finanzen GmbH über die unten angegebenen Kontaktdaten kostenlos angefordert werden.

Inhalte von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation, die die Vermittlung von oder die Beratung zu Finanzanlagen betreffen, zeichnet Hörtkorn Finanzen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben auf. Die Aufzeichnungen werden 10 Jahre lang aufbewahrt.

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Sabrina Kramer - Leiterin Investorenbetreuung
Sabrina Kramer - Leiterin Investorenbetreuung